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Die freien Herrn und Grafen von Zimmern : Beiträge zur Rechtsgeschichte nach der Zimmerischen Chronik
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dem Heliogabalo, Xerxi, Lucullo und andern Brachthannsenund verwenten leuten zu vergleichen« *).

Endlich seien erwähnt die mancherlei wunderlichen Lehns-und andern Abgaben, welche nach der Chronik in diesenGegenden Deutschlands vorkamen 2 ). Das Gestift zu Mess-kirch musste bei Lehnserneuerungen dem Lehnsherrn »ainträger geben sampt zweien creuzkeesen oder ainem paar hendt-schuch, ohne alles jurament; auch gibt man keine brief da-rumb«. Solche Gaben zur Anerkennung verliehener Gerechtig-keiten seien, führt die Chronik aus, nichts Seltsames, sondernfrüher allgemeiner gebräuchlich gewesen. »In unser landtsartist die statt Rotweil schuldig, dem bischof von Chur järlichsain sperber zu schicken 3 ). Dergleichen so geben die vonBesenfeldt ufm Schwarzwaldt dem prior von Reichenbachjärlichs nur neun häller; die solin in aim seckel sein, derdrei pfening costet. Der stift zu Mösskirch gibt järlich demhailigen zu Pfaffenhofen zehen Schilling heller und zwen hellerfür ain seckel oder den seckel darftir. Das stettlin Leiningenam Reinbirg gibt aim bischof von Wormbs järlich drei maisenund ain regel bieren. So haben die edeleut von Dalburg,genannt die Kemmerer, ain hof zu Wormbs, da ist inen jär-lichs ain rath schuldig, uf den pfingstag zwen rümpf, usserainer rinden gemacht, mit erpör zu geben, und muess dierümpf krom sein 5 mer ist inen der rath alda zu überantwurtenzwen new krum liefen mit kromer deckein, auch voller erpör 4 ).Aber zu Aichstet hat es ain solliche alte gewonhait, dieabenteuerlicher dann die andern alle, und nämlich so ist ainieder abt zum hailigen Creuz zu Tonowwerdt järlich aim

x ) Chronik I. 163. Vergl. Birlinger: Volkstümliches I. 117,II. 185, Grimm: R.A. 355 fgg., Liebrecht in der Germania XIV.389, Gierke S. 27. Ueber Frondienste und die Härte der Herren beiAbforderung derselben siehe auch noch II. 355 fg., 592 fg., 616, III. 106.Unter anderem wird II. 526 erzählt, dass die Amtleute der Grafen von Lupfendie Bauernscharpf und grim genug regiert und haben schneckenheusle infron lesen muesen" !

2 ) Das Folgende nach der Chronik II. 22 fg.; ein Lebkuchen alsLehnsabgabe: das. S. 281. Vergl. Birlinger: Schwaben II. 527.

3 ) Nach den ausführlichen Mittheilungen von Birlinger a. a. O. 512bis 516 musste vielmehr der Bischof von Chur der Stadt Rotweil jährlicheinen Habicht liefern.

4 ) Hierzu vergl. Liebrecht in der Zeitschrift für Kulturgeschichte,N. F. I. 367.