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Die freien Herrn und Grafen von Zimmern : Beiträge zur Rechtsgeschichte nach der Zimmerischen Chronik
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Güter »haben und niessen mit besetzen und entsetzen«, bisdieselben von ihm oder seinen Erben eingelöst würden;1 377 : Graf Friedrich von Hohenzollern »bewist« seine Ge-mahlin wegen ihrer Widerlegung auf benannte Güter, Ein-lösungsrecht vorbehalten, der Besteller selbst und seine Erbensollen der Frau »derselben pfant rechte wer sin für rehtledig und unbekümert aigen«; 1399: Graf Rudolf von Wer-denberg verweist seine Gemahlin wegen 8000 Pfund Helleran H. und W. auf benannte Güter: »die genannten Güterhaben wir unser elichen husfrowen und iren erben für unsund unser erben ze einem rechten und redlichen und gewer-tem pfand ingeben und versetzet und gebend ir das in mitkrafft dis brieffes, also mit söllichem geding, daz si undir erben die güter haben, nützen, niessen, besetzen undentsetzen sont und mügent in ains rechten und redlichen ge-werten pfandes wis«; mit Treue an Eidesstatt hat der Aus-steller der Frau und deren Erben gelobt, »recht wer ze sindfür recht aigen und in ains rechten redlichen gewerten weren-den pfandes wis für recht ledig unverkümbert nach den rech-ten one allegevärd«; die Ablösung wird vorbehalten; nebendem Ehemann geloben noch drei andere Personen, der Frau»rechte weren und tröster« zu sein, und sie wollen der Frauunter Verpflichtung zu eventueller Geiselschaft haftbar seinund bleiben 1 ); endlich, um ein Beispiel auch aus viel spätererZeit anzuführen: Urkunde des Grafen Joachim von Fürsten-berg von 1585 zu Gunsten seiner Ehefrau, geb. Gräfinvon Zimmern: verweisen, versichern und versorgen die-selbe für H., W. und M., so dass sie von 20 Guldeneinen Gulden haben mag, auf die Herrschaft Jungenau,welche derselben zu rechten für- und Unterpfand eingesetztund verschriben wird: dort soll sie auch den Beisitz haben 2 ).

Ob eine bestimmte Form für die Vornahme des Rechts-geschäfts nothwendig war, ist nicht ersichtlich; jedenfalls ge-

') Sämmtliche im Text angeführten Verweisungsbriefe im F. Ukdb.II, Nr. 409, 444, 471, 574; auch die Urkunde II. Nr. 332 lässt ersehen,dass die Ehefrau für H. und M.pfandunge und satzunge 0 an den Gütern hatte,auf welche sie verwiesen worden war. Vergl, auch noch Anhang 7,10, 14.

2 ) Dieser Verweisungsbrief schliesst sich an die im Anhang 18 mit-getheilte Heirathsabrede.