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Altenberg im Dhünthale : Festbeitrag zur Eröffnungsfeier des durch Seine Majestät unsern König wiederhergestellten Bergischen Domes
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Nachdem Königliche Freigebigkeit das Kirchengebäude jetzt nichtblas hergestellt, sondern mit allen Einrichtungen auch für den kath.Gottesdienst versehen hat, dürfen die Umwohnenden von Altenbergder baldigen Erfüllung des laugerkanntcn Bedürfnisses zuversichtlichentgegen ' sehen. Etwa MW Katholiken wohnen näher bei Atten-berg als bei der Pfarrkirche zu Odenthal, und mehr als Tausendhaben einen zweistündigen Weg zu dieser Pfarrkirche, die nicht ein-mal für die Hälfte der Pfarrgenossen geräumig ist. Auch denKatholiken der ev. Gemeinden Burscheid und Dabringhausen, welchenahe bei Attenberg wohnen, wird durch die Ervssnuug des Gottes-dienste? zu Altenberg eine desto größere Erleichterung ihrer kirch-lichen Obliegenheiten gewährt werden, wenn ein Geistlicher zu Al-lenberg angestellt würde, wozu eine passende Wohnung durch HerrnHölterhoff bereits unentgeltlich zur Verfügung gestellt ist. Diesehr beschwerlichen Gebirgswege machen es noch mehr wünschens-werth, daß die Tröstungen der Religion in der Nähe gespendetwerden.

Was die Bcdürfnißfrage für die umwohnenden Evangelischen be-tritt, so ist deren Zahl zwar viel kleiner: jedoch das Verhältnis)der Entfernung von der Pfarrkirche dasselbe, und die mit der Be-willigung der ersten Bausumme (1831) verknüpfte BestimmungSr Majestät unseres Hochseligen Königs, daß die wiederhergestelltebcrgische Kirche ohne Beschränkung eines Pfarrverbandes von denEvangelischen milbenutzt werden solle, entspricht der ursprüglichenBestimmung des Bergischen Domes, auf daß alle Christen dcö Lan-des, alle Nachkommen derer, die ihn gründeten und die ihn wiedcr-erbaneten, hier sich vereinigen zum Dienste des Herrn.

Etwa 1000 Schritte südlich vom Kloster erhebt sich am Dhün-bache eine steile Felshöhe mit den Ruinen des Schlosses Berg, dasaus dem ältesten Stammschlosse der Grafen vom Berge ein Klo-ster wurde. Die vor 700 Jahren zum Zweck des neuen Kloster-baues thcilweise abgebrochene Ruine ist von der schaffenden Naturso verdeckt und überwachsen, daß sie kaum mehr aufzufinden. BloSdie Trümmer eines Thurmes und die Wallgräben treten noch deut-lich hervor. Schöne Waldumgebung und herrliche Aussicht lohnenden Besuch des Berges, wovon unser Land den Namen trägt.Thalwärts an der Dhün erhebt sich im mittelalterlichen Schmuckeihrer Thürmchcn die noch bewohnte Burg Strauweiler, weilandBurg Odinthal (Udindara), deren Besitzer Heinrich von Odenthalschon bei der Klosterstiftung (1133) genannt wird. Die Pfadevon Attenberg das Dhünthal hinab und ostwärts längs den Tei-chen der Spechtshardter Thalschlucht sind die schönsten natürlichenLustgänge, die man finden mag. Auch bietet das Dhünthal ober-halb Altenberg und das dort mündende wildromantische Thal desElfenbaches eine Fülle von reizenden Landschaften dar. Von denAnhöhen genießt man einer herrlichen Aussicht.