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Altenberg im Dhünthale : Festbeitrag zur Eröffnungsfeier des durch Seine Majestät unsern König wiederhergestellten Bergischen Domes
Entstehung
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dem Gottesdienste verbleiben, bis sie zur Ruine und nicht wiedergebaut werde, »vorauf das Material mit Ausnahme der Altäreauch dem Klostereigenthümcr zufallen sollte. Die Glasmalereiendes Krcuzgangs :c. sollten aber bis zum l. Mai 1806 weggeholtwerden.

Wie das Staatscigcntbum an der Kirche geachtet wurde, ist obengeschildert. Obgleich schon in einer A. K. K- Ordre vom 22.Febr. 1829 ihre Wiederherstellung außer Zweifel gestellt war, sowurde doch für die im 4. Abschnitte erzählte Kirchenverwüstung,welche die damalige ZeitschriftHermann" besonders rügte, keinSchadenersatz geleistet, und die NcchtSfolgerung des erwähnten land-gerichtlichen llrtheilö durch die großmütige Schenkung eines Drittenunwirksam gemacht. Die Glasmalereien und andere Knnstschätzedes Klosters wurden unter franz. Negierung nach Düsseldorf ab-zuholen vergessen und von den Klosterbefitzcrn versteigert. DerWerth dieser Gegenstände mochte jene fremde Trinkschuld, zu derenTilgung das Kloster übertragen war, übersteigen.

Die Erben Pleunissen verkauften das Klostergebäude im 1.1816an den Negierungsrath v. Vülow in Düsseldorf für 36,606 Nthlr.berg. Dieser veräußerte sogleich den Gebäudeflügel am Dhün-bache an den Kaufmann Hasselkus in Lennep, und das Übrige mitden Ansprüchen auf die Kirche erwarb im I. 1818 der Oberzoll-einnehmer Pelzcr, der es im folgenden Jahre an den Freiherr»F. L. von Fürftenbcrg-Adolfsburg übertrug, dessen RechtsnachfolgerTb. von Fürftenberg diesen Theil jüngst für 42,660 Thlr. pr.Crt. an Kaufmann Schlügen in Köln verkaufte. Der von Hassel-kus erworbene Gebändetbeil ist jetzt im Besitze des KaufmannsHölterhofs, der dort eine Wollspinnerei und Tuchfabrik errichtete.Diese Benutzung des Klostergutes ließ eine zahlreiche Bewohner-schaft zu Altenberg ansiedle», und für diese, sowie für die zunächstgelegenen von Katholiken und Evangelischen untereinander bewohn-ten Ortschaften, welche von ihren Pfarrkirchen Odenthal und Bur-schcid 'Z Meile» weiter als von Nltenbcrg entlegen sind, war schonlängst der Wunsch ausgesprochen, daß die Altenbcrgcr Kirche ihrerursprünglichen Bestimmung wieder gegeben und dem Gottesdienstegeöffnet werde. Schon im I. 1822 trugen die kalh. Einwoh-ner dcS Allenberg zunächst gelegenen Theilcs'der Pfarrei Odenthalvuf einen eigenen Pfarrverband für Attenberg an, und erklärtensich zu Beiträgen für Baumittel und für den Unterhalt des Prie-sters bereit. Diese Vorschläge fanden höhern Orts Beifall, undes wurde sogar schon das Pfarrhans ermittelt- Im Jahre 1825war man mit der Umgränzung der neuen katholischen Pfarre undallen Einrichtungen auf dem Papiere fertig. Eine kath. Kirchen-und Hauskollekte, welche die A. K. Kabinetsordre vom 22. Febr.1829 für's ganze Rheinland bewilligte, sollte die Baumittcl auf-bringen. Doch der ganze Ertrag war 76 Thlr. 8 Pfg.!