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gäuzt oder erneuert. Viele der alten Scheibciistücke sind durch dieumsichtige Thätigkeit des leitenden Baumeisters Herrn Grund ausdem Schutte hcrvorgesucht, gereinigt und mit beharrlichstem Flcißezusammengesetzt werden. Das große Fenster ''über dem westlichenEingänge, dcsscngleicheu, nach der Grabschrift deS Baumeisters Rei-nald, in allen Landen nicht zu finden war, hatte durch Frevlcrhändeviel seines Schmuckes verloren, ist aber jetzt durch Königliche Frei-gebigkeit zu früherer Pracht wieder hergestellt. Unter den 12 Al-tären ist der riesenhafte hölzerne Hochaltar jetzt durch einen ein-fachen mit bronzirtem gothischen Kreuze geschmückten Steintisch ersetzt,zu dem die Porphyrpla'tten des früheru Altars verwendet sind. Hin-ter dem Hochaltar ist das einen reichverzierten gothischen Thurmbildende oben erwähnte Monstranzbaus ein werthvolles Kunstdcnkmal.Das Evaugelienpult, ein Niesenadler aus Bronze, sowie die vomHerzoge Johann Wilhelm zum Ersätze der von den Truchsesscrngeraubten Ampel geschenkte große silberne Lampe find bei der Klo-steraufbebung nach Düsseldorf gebracht, und das schöne GrabmalWichbolds ist durch spätere Kircheuverwüstung eines Klostcrcigenthü-mers zerstört, die kunstvolle Grabplatte mit vielem anderen Schmuckeentwendet und als Material auf dem Amboß verschmiedet worden.Von den frühern Standbildern der Pfeiler hat blos der heiligeChristoph seine Stelle wieder eingenommen. Die übrigen sind mitder Würde des Baues unvereinbar, oder zu sehr beschädigt, alsdaß sie hätten wieder aufgestellt werden können. Die Oelgemäldesind großentheils nach Düsseldorf gekommen, und eins, die Ent-hauptung Johannis darstellend, wird noch in Köln verwahrt. Vielenoch vorhandene beschädigte hölzerne Bilder sind auf den Gallertender Kirche aufbewahrt, viele vom Kloster herrührende byzantinischeAlterthümcr auf den Seitcndächern der Kapellen zur Anschauungder Kunstfreunde aufgestellt. Im südlichen Kreuzflügcl befand sichfrüher die Orgel, welche mit den schönen Wasserleitungen im Choreund vielem andern Schmucke dem Raube anheim fiel-
Vor dem Hochaltare bezeichnet eine Schieferplatte die Stätte,wo das Herz des heiligen Erzbischofs Engelbert beigesetzt wurde;südwärts zwischen dem Thurmpfcilcr und ' der nächsten Säule deshohen Chores ist das durch den Einsturz zertrümmerte Grabmal desGrafen Adolf V.M. von Berge, soviel anging, wieder hergestellt.Dasselbe ist 1l Fuß lang, 5 F. breit und 4 F. hoch. Die Deckestellt eine reich geschmückte gothische Kapelle dar, worin das ausgrauem feinkörnigem Sandstein in Lebensgröße gemeißelte Bild desHelden im Waffenschmuckc, doch entblößten Hauptes in betenderStellung. Dieser Graf von Berge, mit dem Beinamen des Ehr-würdigen, „dessen Tod die einzige Klage veranlaßt?, die über ihnlaut wurde" — starb am 9. April ill48 hier im Kloster. Dieüber d.m Grabe an den Pfeilern aufgehängten Siegestrophäen,