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Altenberg im Dhünthale : Festbeitrag zur Eröffnungsfeier des durch Seine Majestät unsern König wiederhergestellten Bergischen Domes
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seien der Größe der Gottheit, die sich der Andacht im freien hsin-melanstreb'enden Waldgewölbc herrlicher offenbare. ('i' z>'. c IX )Zwar wurde mit dem Cbristcnthumc auch die von heidnischen Pal-leisten und Versammlungshäusern (Basiliken) entlehnte Form derersten griechischen und römischen Kirchen in unserm Vaterlandeeingeführt. Doch hierdurch nicht befriedigt, strebte der vom Cbri-stcntlmme durchdrungene deutsche Geist nach einer volkscigenthümlichenedelcru Gestaltung, suchte tic ungeheure Stcinwucht des Baustoffes,die absperrenden glatten Wände in pflanzcnartig emporstreben^den schlanken Pfeilern, deren Verzierung mit heimlichem Waldlaubedie nähere Andeutung trägt, dem Auge verschwinden zu lassen,den Blick kühn und frei empor zu heben und mit der Schönheitzugleich den Ausdruck der erhabensten, heiligsten Ideen zu verbinden.Diese Aufgabe finden wir, wie am Kölner Dome, mit wahrhaftzauberhafter Wirkung auch au der Altcnberger Kirche gelöst, undlichtere gibt in ihrer Vollendung ein begeisterndes Bild davon, wasersterer einst sein wird. Das ganze Nicsengcbäude stellt auf demPlane des lateinischen Kreuzes das Bild eines vielfach durchbrochenenHochwaldes dar. Nur am südlichen untern Nebenschiffe ist die Sy-Metrie durch eine Umfassungsmauer gestört, weil sich die Kirchedort an die älter» Abtcigebäudc, namentlich an den im X!Z. Jahrh.im byzantinischen Style errichteten Krcuzgang und das Kapitel-Haus anlehnte.

Ohne die Wandpfeiler zu rechnen ruht das Gebäude in einerGrundfläche von 27,050 Gevicrtfuß auf 47 Pfeilern, wovon mau15 in der Länge der Kirche bis zum Chorschlusse zählt Außerhalbdes Mauerwerks ist sie 255 Fuß, im Innern 247 F. lang und61 F. breit; im Mittelschiffe 82 F. unterm Hauptgcsims und 8t) F.unterm Gewölbe hoch; die Ncbenschiffe sind 36 F. hock. DerKreuzarm ist im Innern 112 F. lang und 24 F. breit. DieBreite des Mittelschiffes beträgt 36 Fuß. Das Cbor wird von12 Pfeilern getragen und schließt östlich mit einem Siebenecke, wodie Nische hinter den: Umgänge zu sieben Kapellen benutzt ist. DiePfeiler des hohen Chores und die acht hoben Pfeiler der beidenKreuzflügel find mit heimischem Laubwerke geschmückt; die vier mitt-leren Pfeiler, die früher den Thurm trugen, und wovon einer be-'mEinstürze zerstört wurde, sind i» der schönsten Form als Säulen-bündcl dargestellt. Die Pfeiler deS Schiffs sind einfach, ihre kclch-fönmgen Kronen blos mit einigen Gliedern verziert. 18 Haupt-schlußstcinc sind setzt vergoldet, der mittlere Isite ist als Ocffnungdargestellt. Früher waren alle Säulenkroncn, sowie die Gürt-end Gratbogen des Mitt.lschiffcS reich vergoldet.

Außer den große» Gicbclfcnstern ist die Kirche durch 72 hohevon schlankem Steinschmucke durchbrochene Fenster erhellt. Diealten reichen Glasmalereien sind theils noch erhalten, theils er-