Druckschrift 
Altenberg im Dhünthale : Festbeitrag zur Eröffnungsfeier des durch Seine Majestät unsern König wiederhergestellten Bergischen Domes
Entstehung
Seite
15
Einzelbild herunterladen
 

stätigte dessen namentlich aufgeführte Besitzungen und Einkünste, diesich 'so sehr vermehrten, daß den Konvent der Bau einer schönenKlosterkirche aus eigenen Mitteln anzugreifen vermochte. Stattdes seiner steilen Lage wegen unbequemen, schon zerfallenen Berg-schlosses wählte die Genossenschaft das oberhalb gelegene Thal, woan der Dhün eine der Mutter Gottes geweihte Wallfahrtkapclle(das später im I. 1248 erncuetc Kirchlcin an der Dhünbrücke)stand, zur Baustelle. Es wurde hier eine drcischiffige nur im Chorüberwölbte Basilika ohne Krenzform 36 Fuß lang und 26 Fußbreit errichtet, und am 7. November 1147 durch Erzbischof Arnoldfeierlich eingeweiht. Südwärts von dieser im byzantinischen Styleerrichteten Kirche wurden die Klostcrgebände angelegt und gleich-zeitig mit der Einweihung bezogen. Abt Bcrno, ein Freund deSheiligen Bernhard von Klairvaur und bei den Krcuzpredigtcn Hel-sen Gchülfe, starb im Rufe der Heiligkeit am 25. Aug. 1151, undwurde wegen der Wunder, die an seinem Grabe geschahen, nochlange vom Volke verehrt. Sein Nachfolger Abt Dudclin, welcherim'J. >155 starb, Bcrno'S Neffe und Schüler, sah die Klostcrein-künfte durch Schenkungen der Landesherren bedeutend vermehrt.Abt Hermann (1155- 1162) soll der Verfasser einer in gereim-ten Herametern geschriebenen Lebensbeschreibung des Grafen Eber-hard sein. Erzbischof Friedrich von Köln bestätigte ihm am 11.August t15li sämmtliche Besitzungen deS Klosters, worunter auchdie Güter zu Wiedau, Dransdorf und zu Mülheim. In dem Bc-stätigungsbricfe des Erzbisehofs Ncinold, vom I. 1166, kommennoch der Hof Broich, der Wupperhof und eine Mühle auf derErst hinzu. Papst Lucius bestätigte am 29. Octobcr 1184dem Kloster die Schenkung deS großen Hofes zu Jscnkrath undErzbischof Philipp von Köln im I. 1188 die durch Ritter Johannvon Hüls gemachte Schenkung der Höfe Hüls und Eppinghofen-Hierzu schenkte Kaiser Heinrich V7, der die Heiligthümcr des Klo-sters besucht hatte, durch eine am 13. Octobcr 1195 ausgestellteUrkunde die Zollfrcihcit für alle Creszenz der entlegenen Güter,und alle benachbarte Territorialheeren bedachten das Kloster mitdergleichen Befreiungen und Geschenken. So sahen die Äbte Niro(11621173), Bodo, (gestorben 1181) Goswin (gest. 1262), Ar-nold (12113), Nichold (1216), Hermann 1k.- (1225), Gottfried(1238), Bruno (1242), Eberhard (1256) und Gieselherr (1265)den Ncichthum und den Ruhm des Klosters bedeutend erhoben.Abt Goswin erhielt besonders reiche Geschenke und erwarb sogarein Filialklostcr, die Abtei Hain in Hessen; jedoch am meistenwird seine Zeit in den Klosterannalen gepriesen wegen der Er-hebung von Rcliquicnschätzen, worunter auch Gebeine der heiligen11.666 Jungfrauen, deren mehrere tausend in dem Boden derKirche durch wunderbare Fügung ausgegraben und mit edelm Mc-