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Altenberg im Dhünthale : Festbeitrag zur Eröffnungsfeier des durch Seine Majestät unsern König wiederhergestellten Bergischen Domes
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neu und für alle Menschen zu beten trat vor seine Seele. SeineRüstung, sein Geschmeide gegen das Gewand eines Knechtes ver-tauschend, kam er zu mitleidigen Bauersleuten, die den Verwun-deten pflegten. Als er geheilt war, hatte sich sein Entschluß nochmehr ausgebildet. Während sein Bruder Adolf ihn durch alleGaue vergeblich suchte, und die ihm treuergebenen Unterthancnihn als todt beweinten, trat Eberhard bei einem Pächter des Klo-sters Morimund als Sauhüter in Dienst. Sieben Jahre war erin diesem niedrigen Dienste unerkannt geblieben, als zwei Lehn-lcutc Adolfs mit "einem Schildknappen sich im Walde bei Thaldorfverirrt hatten, und in der Fern ei ien Schwein. Hirten sahen, denum den Weg zu erfragen, sie ihren Knappen absitzen und hineilenließen. Doch wie waren sie überrascht, alö sie von ferne bemerk-ten, wie ihr Diener mit dem Ausdrucke der Ehrerbietung vor denHirten trat, und dann zurück gerannt kam, mit dem Rufe:ihrlanggesnchter, todtvermeintcr Gebieter, Graf Eberhard vom Berge,sei "leibhaftig im Walde und hüte die Säue." Zwar zweifelnd,doch von dem thcuren Namen zur Eile gespornt, fanden die Ritter,wie ihnen berichtet war. Eberhard wollte sich nicht zu erkennengeben, und antwortete in dortiger wälscher Landessprache; aberdie Erinnerung der Heimat siegte über seinen Vorsatz, unerkanntzu bleiben. Nack den Erzählungen über die Jahre der Trennungbegleitete er die Ritter auf den Mcicrhof. Der Pächter eilte mitder Wnndcrmähr von seinem vornehmen Sauhütcr zum Abte, unddieser kam selber herzu, um die Sache zum Vortheile dcS Ordenszu leiten. Eberhard trat auf Abt Otto's Zureden in den Konventvon Morimund." Die bergischcn Ritter trugen die Botschaft in dieHeimat. Gras Adolf eilte," seinen Bruder wieder heimzuführen aufdie väterliche Burg, in die Würde seines Standes. Er wollteihm Land und Leute abtreten; doch Eberhard hatte den Ordenangenommen, er durfte nicht mehr in die Welt zurück. Da schenkteihm Adolf das väterliche Schloß, die Burg Berge im Dhünthalemit hinreichenden Grundstücken und Renten zur Errichtung einesKlosters. Im weißen Gewände deö Cistcrzicnserordcns zog Eber-hard am 23. August 1133 dort ein, und Adolf, um sich nicht mehrvon dem geliebten Bruder zu trennen, trat die Negierung des Lan-des an seine Söhne ab, legte Helm und Schwert aus "den Altar,und wurde Mönch im Altcnberge. In den Übungen der Gott-seligkeit, in brüderlicher Liebe vereinigt, sangen sie im Chore, bete-ten sie als schlichte Mönche. Ihre Demut "verschmähcte die Würdeeines Abtes. Als Eberhard am 15 Mai 1152, in den Armenseines Bruders verschied, sagte er diesem vorher, daß er ihn nichtlauge beweinen, und ihm den Tag ihrer Vereinigung durch einZeichen andeuten werde. Dies Zeichen war eine weiße Rose, dieAdolf auf seinem Chorsitzc fand, und die hinfort jedesmal wieder-