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Bruder Philipp Einanuol durfte daher auch mit Rechtvon ihm sagen 1 ): „Er konnte unsern Vater eher er-setzen, als wir alle zusammengenommen."
Er war nach Allem, was von ihm bekannt geworden,der stä rkste Orgelspieler seiner Zeit. Seine Fertigkeit undGewalt auf diesem Instrumente waren unglaublich. DerZuhörer traute, indem er dem wunderbaren Gange seinesSpiels folgte, seinen Augen und Ohren nicht' 2 ). Die Hoheit,Würde und Macht desselben erregten heilige Schauer.Seine Phantasien waren so reich, neu und fremdartig über-raschend, dass öfters selbst der geübteste Harmonist Mühehatte seinem Schwünge zu folgen 3 ). Forkel sagt vonihm 1 ): „Wenn ich ihn auf dem Klaviere hörte, war alleszierlich, fein. Hörte ich ihn auf der Orgel, so überfielenmich heilige Schauer. Hier war alles gross und feierlich."
Von Friedcmann's älteren Compositionen ist aussereinzelnen kleinen Studienstücken so gut als Nichts bekannt.Es ist daher auch sehr schwer zu sagen, wann und wiesich sein Oompositionstalent entwickelt habe. Seinen frühe-sten Arbeiten gehören offenbar die dem Genre der damalsbeliebten Charakterstücke beizuzählenden 1. La Rcveilleund 2. Limitation de la chasse an, von denen sich Ab-schriften auf der K. Bibliothek zu Berlin befinden. Beidessind kleine Salonstücke in dem heutigen Sinne des Worts,nicht ohne eine gewisse Eleganz gesetzt.
Das erstere, in O-dur Allabrcve,
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1) Leipz. Allgr. Mns.-Z. II. S. 829.
2 ) Heicbardt, Mus. Ahnanacli. 1796.
3 ) Mus. Almanach (Schwickert). 1782. S. 120.■i) Leben und Werke Seb. Bacli's. S. 18.