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2 (1868)
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Iliemit wird ein Werk edelster Art abgeschlossen.Grösseres als dies hat Back nicht geschaffen. Sein reicherGeist erhebt sich darin frei und kühn über die Grenzenund Formen fort, welche durch Herkommen, Traditionund gewohnheitsmässige Arbeit so oft beengend und hemmendgewirkt haben.

Im Jahre 1787 erschien dies Oratorium zu Leipzig beiBreitkopf im Druck. Der Bekanntmachung desselbenwaren als Empfehlung nur die Worte hinzugefügt:

Opus artificiosum et divinum l ).

Am 26. Februar 1788 und am 4. März desselben Jahreswurde zu Wien dieses Oratorium bei dem Grafen JohannEsterhazy aufgeführt. Das Orchester bestand aus 80,der Chor aus 30 Personen, die Lange, Adainbergerund Saale hatten die Soloparthien übernommen, Mo-zart war es, der die Aufführung dirigirte, während Umlaufden Flügel spielte. Ein ausserordentlicher Erfolg kröntedas Werk. Während der Aufführung liess Graf Ester-hazy das Bildniss Bach's im Kupferstich herumreichenund in laut schallendem Vivat, so wie einer dreifachenBeifallssalve sprach sich die Theilnahme und Anerkennungder zahlreichen Zuhörer aus.

E. Lieder - Compositionen.

Wir sahen, welchen Werth Bach auf seine früherenVersuche im Fache des weltlichen und geistlichen Liedesgelegt, mit welchem eingehenden und ernsten Interesse ergrade die Gellert'schen geistlichen Lieder behandelt hatte;es war doch seit ihrem Erscheinen eine geraume Zeit ver-flossen, in der er mit Aelinlichem in die Öffentlichkeitgetreten war.

Inzwischen hatte sich die Richtung seines ganzenLebens, seines Geistes und seiner Kunstthätigkeit mehr

0 Mus. Almanach v. 1789. (Schwickert) S. 31.