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2 (1868)
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Fortsetzung von Capitel V. tles ersten Bandes.

Em. Bach hat

D. Drei Oratorien

geschrieben.

Der eigentliche Kirchenstyl ist für diese durch Händelzu so stolzer Höhe emporgehobene Musikgattung nicht inseiner vollen Strenge anwendbar. Freiere Formen, leb-haftere Farben werden für die mehr dem Dramatischensich zuneigende Tendenz dieser Werke nothwendig. Schonnach dieser relativen Seite hin müssen Bach's Oratorieneiner höheren Stufe angehören, als die meisten seinerfür den Gebrauch der Kirche geschriebene Arbeiten. Aberauch ihr absoluter Werth ist bedeutender.

Im Ganzen ist hier der homophone Styl weniger flach alsdort. Er wird nicht selten von glänzenden und wahrhaftgrossen Tonsätzen und von einer Fülle harmonischer Schön-heiten unterbrochen, denen man in den Bach'sehen Kirchen-Musiken nur selten begegnet. Die Arbeit ist sorgfältiger,ernster und selbst in der Arie tritt vielfach das Bestreben,blosse Unterhaltungsmusik zu geben, vor einer charak-teristisch entwickelten organischen Gestaltung zurück.

Bach zeigt sich hier von seinen Aufgaben erfüllt,

Bitter, Emanuel und Friedemanu Bacli. II. 1