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2 (1868)
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renden, dann bei der nachmaligen, in Preussen so hoch-verehrten Königin Louise angestellt war. Er ist derLehrer Friedrich Wilhelm's III. gewesen und hat auchdie Brüder desselben, die Prinzen Wilhelm und Heinrichvon Preussen unterrichtet. Letzterer, der sich späternach Rom zurückzog, hat ihm noch von dort aus einePension von 300 Rthlrn. ausgesetzt.

Er war ein Anhänger des strengen Styls und der altenMusik, dabei schüchtern und dem öffentlichen Auftre-ten abgeneigt. Deshalb ist auch von seinen Compositio-nen wenig gedruckt worden. Söhne hat er nicht gehabt.Er hatte die Freude, als der letzte welke Spross der einstso zahlreichen Familie der Bach an der ErinnerungsfeierTlieil zu nehmen, welche Felix Mendelssohn 93 Jahrenach dem Tode Sebastian Bach's (am 23. April 1843)zu Leipzig veranstaltete. In seiner Gegenwart fand dieEnthüllung des in der Nähe der Thomasschule zum Ge-dächtniss Sebastian's errichteten Denkmals statt.

Zwei Jahre später (am 22. December 1845) ist mit dem86jährigen Greise der letzte Spross der Familie des grossenCantors aus Leipzig zu Berlin zu Grabe getragen worden.

Seinem Vater sowenig als ihm war es vergönnt ge-wesen, den alten Ruhm ihres Geschlechts in die kommendeZeit hinüberzutragen. Aber Beide haben den Namen, derihnen in gutem Klange überkommen war, mit Ehren ge-führt und in Ehren erhalten.

Capitel VIII.

J o h a 11 n C h r i s t i a u 15 a cli,

der Londoner.

Anders stand es mit den Brüdern Christian, demLondoner, und Friedemann, dem Halleschen Bach. Beidesind eminente Künstler und grosse Tonsetzer gewesen. Aber