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Capitel VI.
IS i o g i' a p Üi i s ch e s.
Ueber Emanuel ßach's Lebensumstände, wie siesieb in Hamburg festgestellt hatten, ist man etwas mehrunterrichtet, als über die in Berlin, wiewohl auch hiernoch der meiste Stoff der Betrachtung aus seinen Arbeitenzu schöpfen war.
Man weiss von ihm, dass er mit dem Beginn seineramtlichen Thätigkeit dort auch angefangen hat, Concertein bestimmten Cyclen zu geben, dass er in diesen mitInstrumentalsachen seiner Composition, als Ciavierspielerund mit seinen Oratorien vor das Publikum trat, und dasser auf diese Weise der Kunst in einer Stadt Eingang zuverschaffen suchte, in der jetzt ausser ihm, obwohl sielange Zeit hindurch reiche Blüthen für die Musik entfaltethatte, kein einziger Musiker lebte, „der bemerkt zu werdenverdiente')." Bach selbst sagte zu Burney, als dieserihn in Hamburg besuchte 2 ): „Fünfzig Jahre früher,da hätten Sie kommen sollen." Um so bemerkens-werther sind seine Bemühungen in dieser Richtung, wennsie auch wohl zum Theil aus dem Streben hervorgegangenwaren, durch solche Concertcyclen Geld zu verdienen,dessen Bach bei dem theuren Leben in Hamburg und beiseinem immerhin nur mässigen Gehalte wohl bedürfenmochte. Das erste dieser Concerte fand am 28. April 1768 s )im Drillhause statt, „wobey er (Bach) sich unter ver-
t) Briefe eines aufmerksamen Reisenden. Th. II. S. 40.
2 ) Burney. Musik. Reisen. Th. III. S. 187.
3 ) Hamb. Unparth. Corresp. 1768. No. 67,