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denen Johann Gottfried Bernhard (Organist zu Mühl-hausen) früh genug starb, David, der jüngste, blödsinnige,diesem bald folgte, und Gottfried Heinrich noch län-gere Zeit, bis 1761, ein unbekanntes Dasein geführt hat.
Als Sebastian Bach das müde Haupt zur ewigenRuhe neigte, war Johann Christian 15 Jahre alt.
Der grosse Künstler hatte seine Familie in sorgen-voller Lage zurückgelassen. Anna Magdalena, die treueGefährtin seines Lebens und seiner künstlerischen Grössewie seiner Sorgen und Leiden vermochte nicht, den jüng-sten der ihr gebliebenen Söhne, deren sie sieben geborenhatte, zu erziehen. Philipp Emanuel, auf den vorallen die Sorge für die Seinen gefallen war, nahm ihn zusich nach Berlin, erzog und unterrichtete ihn dort 1 ). Dochscheint das Künstlerblut bei ihm früh in Wallung gerathenzu sein. Die Bekanntschaft mit den italienischen Sänge-rinnen der Berliner Oper wirkte nicht eben vortheilhaftauf ihn ein, und vier Jahre später (1754) verliess er 19 Jahrealt seines Bruders Haus und Schule, wie die Heimath, ummit einer dieser Sängerinnen nach Italien zu gehen. InMailand wurde er, der Lutheraner, nach kurzem Aufent-halt zum Kapellmeister an einer der dortigen Kirchen be-stellt. Dablieb er, bis im Jahre 1759 Händel sein ruhm-volles Leben zu London geendigt hatte. Sofort eilte erdorthin und erhielt, etwa 24 Jahre alt, dessen Stelle alsMusikmeister der Königin, ein Dienst, in welchem er biszu seinem im 47. Lebensjahre erfolgten Tode (er starbAnfangs Januar 1782) verblieben ist 2 ). So war der jüngsteSohn Sebastian Bach's an die Stelle jenes grossen Ton-setzers getreten, der, als er auf der Höhe seines Glanzesstand, es nicht hatte über sich gewinnen können, mit dem
1) Genealogie der Bach'schen Familie in der Iv. Eibl, zu Berlin.
2 ) Nach Pohl (Mozart und Haydn in London) hatte J. G. Baclidort am 2. Juni 1768 im Saale des Thatch d'House zum ersten Maleöffentlich auf dem Pianoforte gespielt. Doch ist es kaum denkbar,dass er hiemk 9 Jahre nach seiner Anstellung gewartet haben sollte.