Wohl versichert Schubarth 1 ), dass er eben so grossals Lehrer wie als Ciavierspieler gewesen sei. „Niemandversteht die Kunst Meister zu bilden besser als Er. Seingrosser Geist hat eine eigne Schule gebildet, die Bachische.Wer aus dieser Schule ist, wird in ganz Europa mit Ver-gnügen aufgenommen."
Aber Namen von einiger Bedeutung hat er nicht ge-nannt. Auch war es ja eben nicht seine, sondern dieSchule seines Vaters, die er fortführte und der seineUnterrichtswerke gewidmet waren.
Dazu kam, dass sein Clavierspiel selbst ein, wennman es so nennen kann, vorzugsweise persönliches war.
Burney hat dasselbe geschildert (v.S.98). Reichardt 1 )sagt von ihm: „Hr. B. spielt Dir nicht nur ein recht lang-sames, sangbares Adagio mit dem allerrührendsten Aus-drucke, zur Beschämung vieler Instrumentalisten, die aufihrem Instrumente mit weit.weniger Mühe den Singstimmennahe kommen könnten; er hält Dir auch in diesem lang-samen Satze eine sechsachtellange Note mit allen ver-schiedenen Graden der Stärke und Schwäche aus und dassowohl im Bass als Discant. Dieses ist aber auch wohlnur auf seinem sehr schönen Silbermannischen Ciaviermöglich, für welches er sich auch besonders einige 3 ) So-naten geschrieben, in welchen das lange Aushalten einesTones nur vorkommt 1 ). Ebenso ist es mit der ausser-
1) Aesthetik der Tonkunst. S. 177.
2) Briefe eines aufmerksamen Reisenden. Th. II. S. 16, 17.
3) Doch schätzte er die Friedericischen Clavichorde, deren auchReichardt Erwähnung thut, sehr hoch. (Siehe den Brief vom10. November 1773 an Forkel, Anhang I.).
In seinem Nachlasse fanden sieh 4 Clavier-Instrumente vor, dar-unter zwei von Friederici, ein grosser Flügel und ein Piano vonJung. Des S ilb er mann' sehen Claviers, von dem oben die Rede ist,scheint Bach sich in dem Jahre entäussert zu haben, in welchem erden „Abschied von meinem Silbermann'schen Ciavier" in einemRondo componirt hat, nämlich im Jahre 1781.
4 ) Beispielsweise die zweite Sonate der ersten Sammlung fürKenner etc. mit der im ersten Satze zweimal vorkommenden Stelle: