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2 (1868)
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er seinen Bruder Emannet besuchte und wo WilhelmB ach sich auch in einem Concerte öffentlich hören Hess 1 ).

Ein anderer Punkt in dem Leben Emanuels, derwenig genug aufgeklärt ist, beruht in seiner Eigenschaftals Lehrer. Dass er durch Unterricht und Erziehungwie wenige zur Verbreitung der Kenntnisse und Fertig-keiten seiner Kunst geeignet gewesen sei, wird als zweifel-los angenommen werden können. Man weiss auch, undes ist gelegentlich angeführt worden, dass er in Frank-furt a. 0. und Berlin Unterricht in der Musik und aufdem Ciavier gegeben hat. Eine nicht geringe Zahl seinerCiavier - Compositionen ist auf Unterrichtszwecke basirtgewesen. Sein grosses theoretisches WerkDer Versuchüber die wahre Art des Ciavierspiels", das als eineCiavierschule ächter Art bezeichnet werden kann, war demUnterricht gewidmet, und bei der Herausgabe der 4stim-migen Choräle seines Vaters und der beiden Litaneien hater ausdrücklich des Nutzens gedacht, den Lehr begierigedaraus schöpfen möchten.

Aber so viel Schüler er auch gehabt haben mag,Emanuel Bach hat seine Methode nicht durch eine Schulein dem Sinne, wie beispielsweise Sebastian Bach Schülerund Zöglinge gebildet hatte, fortgepflanzt. Dazu trug zu-nächst der Umstand bei, dass seine Hauptzeit in die Um-bildung der Instrumental-Technik aus den alten in dieneueren Ciavier-Constructionen fiel. Er selbst hielt sichmit Vorliebe an das Clavichord. Wer bei ihm lernte, wargewiss im Stande auch die Pianos und die Flügel derneueren Construction mit Auszeichnung zu spielen. Aberman wollte die schwierigere Technik, die für das alteCiavier den mehrstimmigen Satz möglich und mit Voll-kommenheit ausführbar machte, nicht mehr studiren undmit dem Abkommen der älteren Instrumente hörte sie vonselbst auf.

b v. Ledebur. Berliner Tonkünstler-Lexicon. S. 25.