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2 (1868)
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öffentlichen Verkauf gekommen sind, war für den altenVater ein ungemein harter Schlag.

Wie sich im Laufe der Zeit Bach 's Verhältniss zuseinen 3 Brüdern gestaltet habe, darüber giebt es, wie überso vieles in seinem und seiner Brüder Leben, wenig positiveNachrichten. Dass er mit Friede mann auf die DauerderZeit nicht harmoniren konnte, ist klar. Friedemannhat ihn öfter gesehen. Er war im Jahre 1747 bei ihm inPotsdam, als sein Vater dort Friedrich den Grossenbesuchte, und auch 1750, muthmasslich nach des VatersTode war er in Berlin und Potsdam bei ihm zum Besuch').

Friedemann, der nie einen Schritt von dem strengencontrapunktischen Wesen der alten Schule abgewichen war,der in seinen Arbeiten und beim Fantasiren und Fugirensich bis zur Ermüdung in seine Probleme und Oombi-nationen vertiefte, pflegte von den Arbeiten Emanuelsnur mit mitleidiger Herablassung zu sprechen.Er hateinige artige Sächelchen gemacht", wie SebastianBach die Dresdener Opern-Musikartige Liederchen"genannt hatte. Aus späterer Zeit findet sich keine Spureines Zusammenhangs zwischen beiden Brüdern mehr vor,die zusammen erzogen waren, zusammen gelernt hatten,und deren Wege späterhin so weit auseinander gingen.In einem Punkte nur blieben sie einig.Die Welt weiss,dass beide grosse Künstler waren; aber sie weiss vielleichtnicht, dass sie von der Kunst ihres Vaters bis an ihr Endenie anders als mit Begeisterung und Ehrfurcht sprachen." 2 )

Was den Londoner Bach, Johann Christian, an-betrifft, so hatte Emanuel ihn nach dem Tode seinesVaters zu sich nach Berlin genommen, dort erzogen undunterrichtet. Aber auch dessen Weg führte weit ab vonden Bahnen seines Lehrers und Erziehers, freilich in ent-gegengesetzter Weise als der Friedemanns. Denn während

0 Marpurg, Legenden einiger Musikheiligen. S. 185.

2) Forkel. J. Seb. Bach. Vorrede. S. X.

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