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2 (1868)
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und prakticirte zur Zeit als Burney in Hamburg war,dort in der Eigenschaft eines Rechts-Licentiaten 1 ).

Er hatte 1769 im Juni zu Rinteln promovirt 2 ) und istam 24. April 1789, 44 Jahre alt, wenige Monate nachseinem Vater zu Hamburg gestorben. Der andere, nachseinem Grossvater Johann Sebastian genannt, war imSeptember des Jahres 1748 geboren, widmete sich derMalerkunst und studirte auf den Malerakademien zu Leip-zig und Dresdensein Haupt-Metier". Er wareinreiner, edler Mensch, Künstler von Gedanken und Talent 3 ),"dem ein frühes Grab beschieden war. Im Jahre 1777sahen wir Em. Bach in der Lage, so viel Geld als ihmmöglich war, zusammenraffen zu müssen. Dies besagendie Briefe an Forke 1 aus jener Zeit. Am 20. Junischreibt er:Mein armer Sohn in Rom liegt seit 5 Mo-naten an einer höchst schmerzhaften Krankheit darniederund ist noch nicht aus aller Gefahr. 0 Gott, was leidetmein Iierz! Vor 3 Monaten habe ich ihm 50 Ducatengeschickt, und in 14 Tagen muss ich wieder 200 Rthlr.für Doctors und Wundärzte auszahlen. Ich kann nichtmehr schreiben, als zu bitten mit mir Mitleyden zu habenund mir womöglich beyzustehen." Doch besserte sich dasBefinden des Sohnes und am 11. August desselben Jahres

alsdie Bosheit und der Neid vieler Musiker, die die Verdienstedieses grossen Mannes einzusehen wohl im Stande seien, die aber,weil sie sich unfähig fühlten seinen Ruf zu schmälern, sich bemühten,ihn wenigstens in den Augen der Unwissenden herabzusetzen."

So freilich dachte die musikalische Societät zu Giistrau nicht, alssie am 4. März 1783 eindem Vater der deutschen Musiker"an dem vor kurzem neuerbauten Orchester errichtetes Denkmal ein-weihte, durch dessen Anblick das zu einem Coneert eingeladenePublikum nicht wenig überrascht worden sein soll. (Magazin fürMusik. Jahrg. I. 1783. S. 557.)

1) Burney, Musik. Heise. Tb. III. S. 203.

2 ) Dissertatio inauguralis ad jus aggratiandi, Praeside CaroloGuilielmo Wippermann. Einteln 1769 iu quarto. 30 Seiten.

3 ; Leipz. Allg. Mus. Z. II. S. 829.

Bitter, Emanuel und Friedemann Bacli. II. 8