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2 (1868)
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scheinliehkeit entweder für Fabeln 7,u erklären, oder der Mitwirkungder Poesie und anderer Nebenumstände zuzuschreiben. (Die neuere AMusik thnt nicht nur ähnliche Wirkungen ganz aus eigenen Kräften,sondern würde ihrer unläugbaren grössern Vollkommenheit wegennoch weit wichtigere thun können, wenn es den neuern Gesetzgeberngefallen hätte, die öffentliche Anwendung derselben einer weisen Auf-sicht. zu unterwerfen und dadurch ihren EinHuss nicht bloss auf leereErgötzlichkeit, sondern auf die Bildung des sittlichen Charakters ihrerIJnterthanen zu leiten. Bloss dieser Vernachlässigung ist es zuzu-schreiben, dass sie in den neuern Zeiten, ihrer Vollkommenheit un-geachtet, doch ihre wohlthätigen Wirkungen nicht allgemein ver-breiten kann, sondern sich begnügen inuss, nur das Gliick und Ver-gnügen einzelner Menschen zu befördern^ Die Beweise dieser undähnlieber Meinungen müssen sieh die Leser im Werke selbst auf-suchen, wo sie an ihren Orten ausführlich angezeigt sind.

Carl Philipp Emanuel Bach".

Gegen kritische Äusserungen scheint 13ach empfind-lich gewesen zu sein. Es fehlt nicht an Andeutungen,dass, so hoch die Bcurthcilung der Zeitgenossen ihn imAllgemeinen erhob, er doch auch scharfem Tadel unter-zogen wurde. Was ihm vorgeworfen wurde, ist zumeistin dem mitgetheilten Aufsatze aus dem European Magazinezusammengelesen. Von .Burney erfährt man, dass seineKlavierstücke zu lang, von Reichardt, dass sie zu schwergefunden wurden, Vorwürfe, die nach jetziger Auffassungnicht mehr gerechtfertigt erscheinen.

Er selbst benutzt die Gelegenheit zur Abfassung seinerbiographischen Lebensskizze zu folgenden Bemerkungen:,,Bey dieser Gelegenheit muss ich anführen, dass die HerrnKritiker, wenn sie auch ohne Passionen, wie es doch seltengeschieht, schreiben, sehr oft mit den Kompositionen, welchesie recensiren, zu unbarmherzig umgehen, weil sie dieUmstände, Vorschriften und Veranlassungen der Stückenicht kennen. Wie gar selten trifft man bey einem KritikerEmpfindung, Wissenschaft, Ehrlichkeit und Muthin gehörigem Grade an. Vier Eigenschaften, die in hin-länglichem Maasse bei jedem Kritiker schlechterdings vor-handen sein müssen. Es ist daher sehr traurig für dasReich der Musik, dass die sonst sehr nützliche Kritik oft