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eine Spur von Disharmonie zwischen ihm und seinen Kunst-genossen; im üegentheil bezeugen die zahlreichen Sammel-Werke jener und späterer Zeit, an welchen er mit ihnengemeinschaftlich arbeitete, dass er mit allen in dem besten
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Vernehmen geblieben war. Von Marpurg und dem sonstschwer umgänglichen .Kirnberger lässt sich dies bestimmtnachweisen'): Ob er über Gluck und Schulz, die füglichnicht neben einander genannt werden können, geringerdachte, als dies ihrem Verdienst nach hätte der Fall seinsollen, darüber ist Authentisches nicht bekannt. Für ihnlag der Zweck der Musik hauptsächlich „in der Aus-breitung der Religion und in der Beförderung undErbauung unsterblicher Seelen.'' Möglich wäre esdaher wohl gewesen, dass er Gluck, der ja Opern-Oom-ponist war, eben deshalb nur als einen Tonsetzer zweitenRanges beurtheilt hätte. Doch führte ihn seine eigne Rich-tung von dessen erhabenen Bahnen so weit ab, dass man
i) Dies wird unter Anderem auch der folgende Brief bezeugen,dessen Original sich in der Deck er'sehen Verlagshandlung befindet:
„Verehrtester Freund. Endlich bequemt sieb der Herr Breitkopfohne viel Erinnerung die Oden zu drucken; icli vermuthe, dass, wennes zusammen fertig sein wird, sieb die Schrift mit den lateinischenLettern gut ausnehmen; es ist doch zu vermuthen, dass zu dieserMichaelis-Messe es zur Herausgabe fertig seyn wird. Heute vormittagnoch oder längstens bis 2 Uhr nach Tisch werde ich die Korektur zurAbsehdung nach Leipzig Ihnen korigirt überschicken. Eine Fragehabe ich zu thun, ob icli zum Titelblatte eine Zeil Noten statt einerVignette noch beifügen darf, da ohne dem leerer Kaum genug wegendes kurzen Titels übrig ist: diese Noten sind eine Anspielung überden Nahmen Bach, weil ich ein Exemplar gleichsam als Dedicationan den Hamburger Hr. Bach überschicken will. Ohne Anfrage undSeine Erlaubniss weiss ich, dass icli es thun darf, weil es Ihn keinGeld kostet.
Mein lieber Herr Kunz, ich bitte Sie recht sehr bis diesen kom-menden ersten September mir 5 Rtlilr. vorzuschiessen, auf den er-wähnten 1. künftigen Monaths vormittag noch werde ich Ihnen die5 Rthlr. mit dem verbindlichsten Dank wieder übersenden.
meine grosse Empfehlung bitte ich an Herrn Deckernzu vermelden.
den 27. August 1774. Kirnberger."