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Note auszudrücken hat, weiss er mit grosser Kunst einenbeweglichen Ton des Schmerzes und der Klagen aus sei-nem Instrumente zu ziehen , der nur auf dem Clavichordund vielleicht nur ihm möglich ist, hervorzubringen."
„Nach der Mahlzeit, welche mit Geschmack bereitetund mit heiterem Vergnügen verzehrt wurde, erhielt ich'svon ihm, dass er sich abermals ans Ciavier setzte; und erspielte, ohne dass er lange dazwischen aufhörte, fast bisum 11 Uhr des Abends. Während dieser Zeit gerieth erdergestalt in Feuer und wahre Begeisterung, dass er nichtnur spielte, sondern auch die Miene eines ausser sich Ent-zückten bekam. Seine Augen stunden unbeweglich, seineUnterlippe senkte sich nieder und seine Seele schien sichum ihren Gefährten nicht weiter zu bekümmern, als nur,so weit er ihr zur Befriedigung ihrer Leidenschaft behiilf-licli war. Er sagte hernach, wenn er auf diese Weiseöfter in Arbeit gesetzt würde, so würde er wieder jungwerden. Er ist jetzt 59 Jahr alt, ist eher kurz als lang,hat schwarze Haare und Augen, eine bräunliche Gesichts-farbe, eine sehr beseelte Miene, und ist dabei munter undvon lebhaftem Gemüth."
Diese schöne und ausführliche Erzählung seiner Auf-nahme im Hause Bach's hat Burney olfenbar unter dembefriedigenden Eindruck geschrieben, welchen eine herzlicheund offne Gastlichkeit bietet. Sie hat den Worth, unsBach in seiner Häuslichkeit und in seiner innersten fürdie Kunst und ihre Sprache glühenden Charakteristik zuzeigen, indem sie zugleich den Menschen und dessen Um-gebung mit einigen festen Zügen klar erkennbar auf-zeichnet.
Der zweite Zeuge, der sich über Em. Bach 's persön-liche Liebenswürdigkeit ausgesprochen hat, ist J. Fr.Reichardt, der, wie er im Juni 1774 von Hamburg ausschreibt 1 ), „lange schon vor Begierde gebrannt hatte den
!) Briefe eines anfmerks. Beisenden, Tb. II. S. 1 u. 15.
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