war gastfrei und angenehm. Es sind hierüber Zeugnisseder unzweideutigsten Art vorhanden. Zuerst das vonBurney. in dem Bach's Compositionen „ein so heftigesVerlangen erzeugt hatten, ihn zu sehen und zuhören," dass es keiner anderen musikalischen Versuchungbedurft habe, ihn nach Hamburg zu locken 1 ). Bachempfing ihn „sehr gütig," führte ihn in allen Kirchenumher, spielte ihm die Orgel vor, liess sich vor ihm aufdem Ciavier und dem Flügel hören, und lud ihn zu sichin sein Haus ein 2 ). „Sein spasshafter Ton entferntegleich allen Zwang, ohne ihm die Achtung undEhrerbietung zu benehmen, die ihm seine Werkeschon in der Entfernung eingeflösst hatten."..Als ich nach seinem Hause kam, fand ich ihn mit dreyoder vier wohlerzogenen und vernünftigen Personen vonseinen Freunden (diese waren Doctor Unzer und dessenFrau, beide durch mehrfache Schriften bekannt, und derBruder der Letzteren, ein Herr Ziegler), ausser seinerFamilie, die aus Madame Bach, seinem Sohn, dem Licen-tiaten, und seiner Tochter bestand. Den Augenblick, denich in's Haus trat, führte er mich die Treppe hinauf inein schönes grosses Musikzimmer, welches mit mehr alshundert und fünfzig Bildnissen von grossen Tonkünstlern,t.heils gemalt, theils in Kupfer gestochen, ausgeziert war.Ich fand darunter viele Engländer, und unter andern auchein Paar Original-Gemälde in Oel von seinem Vater undGrrossvater. Nachdem ich solche besehen, war Herr Bach•so verbindlich, sich an sein Silbcrmann'sehes Ciavierzu setzen, auf welchem er drey oder vier von seinenbesten und schwersten Compositionen mit Delicatesse, mitder Präcision und mit dem Feuer, spielte, wegen welcherer unter seinen Landsleuten mit Recht so berühmt ist.Wenn er in langsamen und pathetischen Sätzen eine lange
1) Musik. Heise«. Th. III. S. 187.
2) Ibid. S. 212.