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Abonnenten weist 204 Personen nach, darunter die Prin-zessin Amalia, Kapellmeister Reichardt, Forkel inGöttingen, Dusseck in Prag und v. Swieten in Wien,letzteren mit 12 Exemplaren.
Eine Kritik aus dem Jahre 1808 über eine Aufführungdes Morgengesanges in Dresden sagt über dies Werk 1 ):
„Die Musik wird dem Zuhörer gar zu spärlich, gleich-sam zugezählt. Ausserdem dass manches darin wie ausdem Ciavier in Orchestermusik übersetzt klingt, glaubtman wirklich den Dichter hinter dem Componisten stehenzu sehen, der ihn zwar vor allen und jeden Missgriffenverwahrt, aber ihn auch immer besorgt zurückhält, damiter ja nichts thue, als das Nothwendigste, um seine Versenur anständig zu begleiten, für nichts Sorge trage, alsdass diese recht gut gehört werden." Der Referent, derin der Bach'schen Composition zu wenig absolute Musikund zu viel declamatorische Rccitation gefunden hatte,konnte freilich keine Ahnung davon haben, dass geradediese Eigenschaft des Morgengesanges nach einem halbenJahrhundert zu einem neuen Systeme für die dramatiseheMusik erhoben werden würde. Aber wie weit ist die MusikEm. Bach's, so sehr sie der Zukunft entgegenstrebte,davon entfernt, Zukunfts-Musik zu sein!
Kohl theilt in seinen Künstlerbriefen 2 ) zwei BriefeBach's an Artaria in Wien mit, welche den Morgen-gesang betreffen. Er setzt der Mittheilung jener Briefehinzu: „Abschrift des Morgengesangs besitzt G. Notte-bohm in Wien mit den Bleistift-Worten Beethovens:„Von meinem theuren Vater geschrieben." Erspricht dabei die Meinung aus, dass die Worte des Textsvon Beethoven's eigner Hand, aus dessen Bonner Zeitherrühren dürften.
Bach hat noch eine ziemliche Anzahl anderer weltlicher
1) Leipz. Mus. Allg. Z. Bd. XI. S. 189.
2) S. 70.