Cantaten geschrieben, die einer näheren Erörterung ausdem einfachen Grunde nicht unterzogen werden, weil siedem Verfasser nicht zugänglich gewesen sind. Dahingehören:
a. aus dem Jahre 1769: eine Geburtstags-Cantatemit den gebräuchlichen Trompeten und Pauken.
b. aus dem Jahre 1773: Herrn Dr. Hoeclc Jubel-musik. 2 Theile, mit Trompeten, Pauken und Oboen.
c. aus demselben Jahre: Herrn Syndicus KlefeckerJubelmusik, mit Trompeten, Pauken, Hörnern undOboen.
d. aus dem Jahre 1780: Oratorium zur Feier desEhrenmahls des Herrn Btirger-Capitains, mit Trom-peten, Pauken, Flöten, Oboen, Hörnern und Fagott.
e. aus dem Jahre 1783: Ein gleiches Oratorium mitdenselben Instrumenten l ).
f. aus dem Jahre 1785: Dankhymne der Freundschaft.Ein Geburtstagsstück, mit Trompeten, Pauken,Hörnern, Oboen und 1 Fagott.
g. aus demselben Jahre: auf die Wiederkehr des
Herrn Dr aus dem Bade, 4 Singstimmen,
mit gewöhnlichen Instrumenten.
Ob die Partituren dieser Gelegenheitsarbeiten nochvorhanden, event. wohin sie gelangt sind, hat sich fürjetzt nicht ermitteln lassen. Dass die Nachwelt ihrenetwaigen Verlust sehr zu beklagen haben möchte, würdejedenfalls als zweifelhaft gelten können. Bach war alsGelegenheits-Componist nicht eben gross. Bei der derNachwelt aufbewahrten grossen Anzahl anderer und werth-voller Arbeiten aus derselben Zeit, welche das Urtheilüber seine Thätigkeit in Hamburg hinreichend feststellen,möchte man voraussetzen, dass, welches besondere Interesse
i) Telemanu hatte seinerzeit, wie er in seiner Selbstbiographie(Ehrenpforte S. 368) angiebt, nicht weniger als 16 solcher Oratorienconiponirt.