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zeigt sich jene Feinheit der Charakteristik, in welcherSeh. Bach so oft hewundernswerthe Effecte geschaffen hat.In dem klaren strahlenden 0 - dur, von dem Chor ange-stimmt, beginnt der Schlusssatz, eine Wiederholung desDuos:Hallelujah! Seht ihr die Strahlende," dasim Wechsel der Soprane mit den Männerstimmen

Sopran, Alt.

Tenor. Itass.

anhebt und einen glänzenden, rcichgeschmückten Abschlussbildet.

Das ganze Werk athmet, der darin verwendeten über-aus einfachen Mittel ungeachtet, jene feierliche Würde undPracht, die dem Erwachen dos Morgens aus der Stille undRuhe einer majestätischen Natur so eigen ist. Wer jemalsauf den Spitzen der Hochgebirge die Sonne aus demNebelschleier in ihrem allmählich wachsenden Glänze durch-brechen sali, während die balsamische Morgenluft denDuft der erfrischten Vegetation hauchte, der wird die edleund klassische Schönheit dieser Ai'beit zu würdigen wissen.Die Dichtung ist in jener Feinheit und ächten Treue indie Musik übertragen, die Niemand durch realistischeMittel, durch den Aufwand glänzender Massenwirkungenzu erreichen im Stande sein würde.

Man weiss, dass der Dichter dem Componisten seinevollste Uebereinstimmung und Anerkennung für das Ton-werk ausgesprochen hat'). Dasselbe erschien schon im fol-genden Jahre, mit einem Ciavierauszug versehen, im Selbst-verlage Bach's auf Subscription. Das Verzeichniss der

!) Magazin für Musik. 1783. 1. Jahrg. 2. Hälfte. S. lllti.