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2 (1868)
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Religion und die Beförderung und Erbauung unsterblicherSeelen vorzüglich zu schützen, und die Arbeiten dererMänner, welche ihre Talente zur Erreichung dieses Zweckesangewendet, mit Dero gnädigstem Beyfalle belohnen.Möchte ich so glücklich seyn, dieses Beyfalls in Absichtmeiner verfertigten Melodieen von Ew. Ilochfürstl.Durchlaucht nicht ganz unwürdig geschätzt zu werden!Erlauben Sie mir, Durchlauchtigster Herzog, die an-genehme Ueberzeugung, dass Dero hoher Name, den ichdiesem musikalischen Werke vorgesetzt habe, die besteEmpfehlung desselben sey, und zugleich die Freiheit, michmit den Gesinnungen der tiefsten Ehrfurcht unterschreibenzu dürfen,

Durchlauchtigster Herzog,Gnädigster Herzog und Herr,

Ew. Hochfürstlichen Durchlauchtunterthänigster DienerCarl Philipp Emanuel Bach."

Hamburg, den 28. März 1774.

Auch liier wiederum ersieht man, dass Bach sich denMännern hinzurechnet, welche ihre Talente für einen dererhabensten Zwecke der Tonkunst, nämlich für die Aus-breitung der Religion und die Beförderung und Erbauung-unsterblicher Seelen anwenden, dass also dem von ihmdem Fürsten überreichten Werke dieselbe Idee zum Grundelag, welche schon bei den Gellert'schen Liedern für ihnmaassgebend gewesen war. Mehr noch ergiebt sich dasaus der folgenden langen

V o r r e d e.

Endlich habe ich das Vergnügen, meinen Gönnern und Freundenihrer schon längst an mich gethanen Forderung Geniige zu tlnin, undihnen Melodien zu des Herrn Doctor Cramcr's Psalmen zu liefern.Bey dem Mangel anderer guter Vorschläge habe ich den Verlag der-selben selbst übernommen, und hoffe für sie mit Grunde eben denBeyfall, welchen meine Gellert'schen Lieder zu erhalten so glück-lich gewesen sind. Da diese letzten so viel Erbauung veranlassthaben, wie man mich so sehr versichert hat: so glaube ich gewiss,