Viola mit dem Tenor. Die Flöten treten theils in selbst-ständigem Gange, theils als Verstärkung der Oberstimmenauf. Dem ersten Motive tritt ein zweites Thema
Alt.
durch welches Wunden wir sind heil
gegenüber, welches in nicht weniger gediegener Weisedurchgeführt, sich mit dem ersten Motive in prachtvollenGegensätzen vereinigt zu einer meisterhaft aufgebautenDoppelfuge gestaltet, in deren Verschlingungen doch jenedurchsichtige Klarheit herrscht, durch die sich alle contra-punktischen Sätze Emanuel Bacli's auszeichnen. Diesereine Chor wäre es werth, das ganze Werk nicht der Ver-gessenheit anheimfallen zu lassen.
Das folgende accompagnirte liecitativ No. 20 „0 Du,der Gott mit uns versöhnt" (Adagio J / 4 ), ist vonnicht geringerem Werthe. Die Behandlung der Worte:„Welch ein Anblick voll Grauen", die in 1 I I6 zittern-den Gänge zu der in der chromatischen Tonleiter unruhigund klagend auf- und absteigenden ersten Violine