Mit dem Beginn des Chorals gehen die Hörner im An-schluss an den Grund- Bass in eine breitere Behandlungüber, während die Flöten und Oboen in langgezogenenAccorden dem Gesänge folgen, über dem sie wie die Glorieeines Heiligenscheins schweben, die Violinen in rhyth-mischen Schlägen ihnen gegenübertreten und die Bratscheund der Bass die Figur des Ritornells weiterführen.
Dieser ungemein grossartig angelegte Satz wird zwei-mal unverändert vorübergeführt. Die Worte des Textes:„Lasset uns aufsehen auf Jesum Christum, den Anfängerund Vollender des Glaubens, welcher unsre Sündenselbst geopfert hat zu seinem Leibe auf dem Holz", sindwie zwei Choralverse von gleicher Bedeutung behandelt.Em. Bach stellt sich in diesem grossen Chor und der ihmfolgenden Doppelfuge ebenbürtig an seines Vaters Seite.Er hat über dem Ernst und der Erhabenheit des Gedan-kens, der ihn hier erfüllte, die Frage vergessen, ob undwelche Wirkung derselbe zu üben im Stande sein, ob dasder leichteren Unterhaltung zugewendete Publikum ihmauch willig folgen werde? Wie anders wäre der Nachweltgegenüber seine Stellung zur Kunst geworden, wenn ersich stets auf dieser Höhe bewegt hätte, für die er so rechteigentlich geschaffen war.
Die Fuge mit, dem prächtigen Hauptthema
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ist in strenger Führung und meisterhaft contrapunktischerReinheit behandelt. Die Hörner verschwinden aus derOrchesterbegleitung, 1. Oboe und 1. Violine gehen mitdem Sopran, 2. Oboe und 2. Violine mit dem Alt, die
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