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2 (1868)
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Nach dem 4. Takte schweigen die Bläser, und indemdie Streich-Instrumente auf dem tiefen B ruhen, tretenSopran, Alt und Tenor mit den Worten: Gott schlummertdurch einen herrlichen Voc.al-Effect in den mehrstimmigenSatz über.

Die Erregung steigert sich. Während die Violinenihre Figur in gleicher Lebhaftigkeit verfolgen, die Oboenden Sopran und Alt, die Horner die unteren Stimmen ver-stärken, folgen die Bässe mit der Orgel dem Chor in derunteren Octave, bis bei den WortenNein, wir hoffennicht" alle in das Unisono zurückfallen und der Satznach kurzem wild erregten Zwischenspiele des Orchestersvon Neuem beginnt.

Hier ist ein Charakterbild gegeben, das eines grossenMeisters würdig ist und in seiner Grossartigkeit und ener-gischen Färbung daran erinnert, dass sein Urheber derSohn jenes Mannes war, dessen gewaltiger Geist die Volks-Chöre der Juden in den Passionsmusiken geschaffen hatte.

No. 7. Ein langes Secco-Recitativ des Moses, inwelchem dieser den Juden ihren Undank gegen den Gottihrer Väter vorhält, führt zu

No. 8. Duett für 2 Soprane (E-moll 2 Flöten,(Quartett):Umsonst sind unsre Zähren," das sonstnicht ohne melodische Anmutli im 20. und 21. Takte inein liedartiges Motiv fällt,

das an dieser Stelle nicht recht passend ist. Die Stimmenbegegnen sich zuerst in einfachem Wechsel, treten aber baldzu wohlklingenden Terzen- und Sexten-Gängen zusammen,welche gegen den Schluss des ersten Satzes hin bei demzweiten Eintritt der Worte:Kein Trost senkt sich