R e c i t a t i v.
Jetzt freut sich alles! Ja die Minen
Und jedes treuen Unterthanen Blick
Ivan fast statt aller Worte dinen,
Man kau aus ihren Augen deutlich lesen,
Dass selten wol für sie ein göttliches Geschick,
So schön, und so erwünscht gewesen,
Als dieses ist,
Dass Du, Durchlauchtstes Paar, in Frankfurts Mauern
Wir denken noch mit Lust daran,
Wie reizzend wir vordem gerühret waren,
Wenn wir, durch unsres Königs Gegenwart,
Gesehn, bewundert und erfahren,
Wie seine väterliche Art
Die Herzen ihm gewinnen kau.
Wir sind aniezt für Freuden halb entzückt,
Da wir, Durchlauchtstes Paar,
Dich kaum erblickt,
Und schon in Deinem hohen Wesen
Den Abdruck unsers Königs lesen.
Wer kan dabei der Lust den frohen Ausbruch wehren?
Wer kan den muntern Trieb verstecken,
Da wir an Dir so bald entdecken
Was Dich des grossen Vaters Pracht,
Und Seinem Ruhm,
Den Er im Wol und Flor der Unterthanen sezzet,So ähnlich macht.
Wer kennt der Brunnen Heiligthum,
Das Kleinod aller Zeit,
Wer kennt Sophien Dorotheen,
Die grüsste Königin,
Und glaubt nicht Sie, in Dir, Durchlauchtste Markgr
So wie in Deinem Ehgemal
Des grössten Königs Geist zu sehen?
Was Wunder, wenn man sich von solchem Glück gestärkt
Und ungewohnt gereizet merkt,
Was Wunder, wenn bey so annehmlicher Gewalt
Die Luft von Wünschen wiederschallt?
A r i a.
Man sieht durch Dich, Durchlauchtstes Paar,
In unsern tief und kühlen Gründen,
Die allerreinste Gluth entzünden.
Nun wird die Ehrfurcht offenbar,
Und was in so viel Herzen steckt
Durch Deine Wirkung aufgedeckt. Da