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vielmehr noch in der Frische jugendlicher Empfindungenund künstlerischer Erzeugungsfähigkeit gefunden hat.
Dasselbe Stück zeigt aber auch, dass der Mann, dernach vieljährigem Schaffen für die Kirche in späterer Zeitdie Bahn verlassen hatte, auf der er allein den ernstenForderungen des religiösen Cultus gerecht werden konnte,weit davon entfernt war die Grundsätze, in denen er er-zogen und gross geworden war, zu verleugnen. Von Zeitzu Zeit handelte er wiederum nach ihnen, gleichsam umdas Band, das ihn mit einer grossen Vergangenheit ver-knüpfte, nicht zerrcissen zu lassen. So sehen wir hierden Greis auf die Grundsätze seiner Jugend und seinermännlichen Thätigkeit zurückgreifen.
No. 5. Arie für Bass A-dur 1 / i , Allegro, Quartett-Begleitung, 3 Trompeten und Pauken. „Fecit potentiam inbrachio suo. Disjoersit sup erbos mente cordis sui." Einstolz geformtes und in schwungvoller Kühnheit durchge-führtes Stück; welches insbesondere durch die in beidenGeigen wechselnden Figuren einen hohen Grad von Leben-digkeit erhält. Diese Arie erfordert eine sehr kräftige,bravourmässig ausgebildete Stimme in hoher Lage undeinen declamatorischen Vortrag, vermöge dessen der Sängerim Stande ist einzelne Schwierigkeiten zu überwinden, diesich aus dem Streben der Bach'sehen Schule nach male-rischer Wirkung ergeben.
Man findet hier zugleich ein bemerkenswerthes Bei-spiel der Art und Weise, in der die Zeit Emanuel Bach'sden vorgeschriebenen Gang der Partitur durch das Accom-pagnement am Flügel illustrirt wissen wollte. Man be-trachte die Bezifferung zu dem folgenden unisono artigenGange der Instrumente und der Gesangsstimme: