Es ist nun still geworden in unserm Hause.Die liebe, fast bis ans Lebensende so kräftige,lehrende und mahnende Stimme ist verklungen.Aber was die Stimme sprach, wird mir, so langeich lebe, in meinem Herzen nachklingen, und alles,was der Verewigte Gutes in so reichem Maße mitGottes gnädiger Hülfe gewirkt und gesprochen, wirdbei mir, und, gebe Gott, bei uns allen eine treueStätte der Erinnerung behalten.
Wie gern hätte ich es gesehen, wenn mein Vaterdiese Blätter bis auf die neueste Zeit fortgeführthätte, weil dann vieles, was er persönlich erlebtund gedacht, ausführlicher hier zur Darstellung ge-kommen wäre — nun hat der treue Gott, dessenWege wir so oft nicht verstehen, aber immer alsheilsam für uns anerkennen müssen, mich zu diesernicht ganz leichten Arbeit berufen, und wie ich derNachfolger meines Vaters im Amte geworden bin,so will ich auch mit Gottes Hülfe Bericht erstattenüber die letzten vierzehn ereignißreichen Jahre unsererengeren Familie. Es kann dies freilich, wo ich michauf schriftliche Ueberlieflrungen stützen muß, nur ingroßen Zügen geschehen. Ich werde in diesem Berichteinzelne Punkte, an denen besonders wichtige Ereig-nisse vorliegen, mehr hervorheben, weniger wichtigedagegen nur flüchtig streifen.
Ich lege keinen Werth auf eine unnöthige Aus-malung der Thatsachen, wie dies mein Vater auchnicht gethan, sondern ich will alles der Wahrheitgemäß berichten und hoffe insofern in nichts vonder Darstellung in den beiden ersten Bänden abzu-weichen, da auch diese mit strengster Wahrheitsliebe