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zugleich ein warmes, patriotisches Herz in seiner Brust.Bei der Taufe unseres Sohnes Rudolf übernahm er einePatheustelle und wir nannten das Kind nach diesen? seinenPathcn. Nach unserni Weggange ans Schönebeck bin ichnoch mit ihm im schriftlichen Berkehr geblieben, und inseinen? letzten Briefe vom l6. October 1875, den er ansNieder-Görsdorf schrieb, meldete er mir nicht nur seinenWegzug von Bnchholz, sondern gab darin auch zu erkennen,wie er durch diese Versetzung eine Gnadenfiihrnng seinesHerrn erkenne und mit seiner gegenwärtigen Stelle sehrzufrieden sei. Doch er hat sie nur kurze Zeit inne gehabt.Er hatte am 3. September, einen? Sonntage, an welchemauch der Tag von Sedan gefeiert wurde, nachdem er inseinen beiden Gemeinden gepredigt hatte, noch eine kräftiganfassende Ansprache am Dennewitz-Denkmale ai? die Schul-jugend und die sie begleitenden Erwachsene?? gehalten, alser von einen? heftigen Unwohlsein befallen, nach Hanse ge-bracht werden mußte, wo er am folgenden Tage, wahr-scheinlich voi? einen? Schlaganfall getroste??, fast ohne desTodes Bitterkeit zu schmecken, sanft entschlafen ist. DerObcrpredigcr Pöttkc zu Meyenburg hielt ihn? die Gedächtniß-predigt über Psalm 73, 23—26, welche gedruckt mir vonder verwittweten Frau Pastorin zugesandt wurde. Voi?seinen schriftlichen Arbeiten ist gedruckt worden: „DasLeben Ernsts des Frommen" und „Ein großer Gewinn."Für das Rettungshaus gab er die „Mirjam, eine Samm-lung von Gedichten" heraus, und so lange er Vorstands-mitglied des Rettungshanses war, schrieb er den jährlichenBericht. Als Andenken besitzt unser Rudolf von ihn? eineBibel und sei?? wohlgetroffenes Bild. Sei?? Andenken bleibeauch bei uns im Segen, dem? er hat Freud' und Leid mituns getheilt.
In den Michaelisfcrien war mit Rudolf auch unserNeste Karl Koch bei uns. Bei Gelegenheit dieses Besuchshatte sich zwischen ihm und unserer Emilie eil? mehr alsfreundschaftliches Verhältnis; angeknüpft, wovon wir freilichkeine Ahnung hatten. Wir merkten nur, daß die Sache