Bestimmung traf, daß von den Zinsen der 500 Thülen,welche diese Gesellschaft nach meinem Tode an das Waisen-haus auszuzahlen hat, meinen mich überlebenden Fna» diemin von dem Hennn Hofjägcnmeistcn Grafen v, Hardenbergfür meine Frau zugesicherte Wittwenpcnsion von 20 Thalerjährlich ausgezahlt werden sollen. Sodann bekam ich fürFührung der Waisenhansrechnnng 10 Thaler, welches jazugleich eine Verbesserung meines Einkommens war. Sohatte die Treue und Gnade Gottes auch in diesem ver-gangenen Jahre uns bewahrt und gesegnet, nnd wir konntenes mit Lob nnd Dank gegen ihn beschließe», nnd fröhlichdas neue Jahr 1869 in seinem Namen anfange» im Ver-trauen ans seine fernere Hülfe nnd Gnade.
VI.
Wiederum ein Jahr der Gnaden.
Im Winter-Vierteljahr 1869 beschäftigte mich nebenden gewohnlichen Tagcsarbciten eine Durchsicht der überdas Waisenhaus vorhandenen Acten nnd Rechnungen, zuwelchem Behnfe mir der Herr Graf diese Schriften ansdem Gräflichen Archive verabfolgte. Mein Zweck wardabei theils eigene Orientirung in de» Verhältnissen, ganzbesonders auch der Wunsch des Herrn Grafen, Alles ansdas Waisenhans Bezügliche in einer Schrift beisammen znhaben, um in vorkommenden Fällen nicht immer die ganzenActen durchsehen zn müssen. Aus dem angesammeltenMaterial habe ich mir etwa 12 Vogen Auszug gemacht,um sie zn einer Geschichte des Gräflichen Waisenhausesseit seiner Entstehung bis zur jetzigen Zeit zusammen zustellen, so Gott Leben und Gesundheit giebt.
Das ungewöhnlich warme Frühjahr machte die Arbeitet?im Garten nvthig. Auch mußten die Stackete thcilwciseausgebessert und ganz erneuert worden. Ich benutzte dazudie alten Dachlatten, baute auch die vom Sturmwinde des