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III.
In Nörten.
Wir fuhren nun zunächst nach Glowe», um dort unsereSachen der Bahn zu übergeben, damit wir sie baldigst inBenutz bekämen und zunächst auch erführen, ans welcheWeise sie am billigsten zu befördern wären. Diese Sachewar bald abgemacht, und mit dem nächsten Zuge ging esweiter nach Wittenberge und Magdeburg, von wo aus wireinen Abstecher nach Königsborn machten, um daselbst denSonntag bei Wedckinds zuzubringen, welches meine Frauso gern wünschte, weil wir in der letzten Zeit fast keineStunde zur Ruhe und Besinnung gekommen waren. BruderWedckiud, dem ich vorher geschrieben hatte, holte uns abund wir verbrachten den Sonntag daselbst im traulichenKreise. Montag Morgen reisten wir ab, nachdem wir unsdurch einen ruhigen Schlaf gestärkt fühlten, nach OschcrS-leben, wo Bruder Dormeyer als Waisenvater dem dortigenWaisenhause vorstand. Wir trafen ihn nicht zu Hause,aber seine Frau empfing und bcwirthete uns herzlich. Vonda nach Wolfenbüttel, wo wir bis 8 Uhr Abends bleibenmußten, weil kein Anschluß war. Von Wolfenbüttel überKreiensen gelangten wir um 12 Uhr Mitternacht auf demBahnhofe Nörten an. Ich ließ Frau und Kinder daselbst,und ging erst nach dem Waisenhause, um zu wecken. Diefrühereu Waiseuelteru waren fort; ich weckte einen Knaben,ocr die Thür aufthat, holte dann meine Familie und unsereBetten, und so zogen wir in Gottes Namen in unsere neueBehausung ein. Am Dienstage, den 13. November 1867,traten wir in unser» neuen Wirkungskreis. Wir bettetenuns auf dem Boden der Wohnstuben, und haben daselbstauch unser Lager gehabt bis unsere Sachen kamen.
Am Morgen regte und bewegte sich natürlich Allesdurcheinander. Eine Dienstmagd war noch von Brodtmcyersangenommen; wir waren einstweilen zufrieden. Es gingans Kaffekochen, und meine Frau that einen Blick in Küche,Speisekammer und Vorrathskammern. Da sah es kümmerlich