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2 (1893) Vom Jahre 1867-1878
Entstehung
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meinem Bruder vier Wochen auf. Es war das erste mal,daß sie aus dem Hause kam, aber sie hatte Lust dazu, undda sie an der Bleichsucht litt, so glaubten wir, daß eineVeränderung der Luft ihr zuträglich sein möchte. Sie kamdann mit Rudolf zu den Sommcrferien wieder zurück, undes war ihr auch gut bekommen. Auch Minchen besuchteuns im Sommer wieder und brachte ihre Freundin mit,so daß ein ziemlich reges Leben im Hause herrschte. Am22. Juli feierte unser Dienstmädchen Sophie Eggers ihreHochzeit, zu der wir alle eingeladen waren. Sie war an5s/z Jahre im Dienste des Waisenhauses und hatte sichgut betragen, weshalb ihr auch vom Hause ein Hochzeits-geschenk gegeben wurde.

Rudolf reiste nach Ablauf seiner Ferien, in der auchmein Bruder und Schwägerin uns einige Tage besuchthatten, ab, während Minchen noch bis Anfang Septemberblieb.

Am 1. October erhielten wir die Anzeige von AgnesKochs Verlobung mit dem Kassirer Willige in Berlin, mitdem sie sich Anfang des Jahres 1874 verheirathete. Erist am Viehhofe in Berlin angestellt. Wilhelm Koch, welcherals Soldat im Neurnppin stand, war bis im August d. I.nach Frankreich zur Occupationsarmee commandirt undschrieb uns Briefe aus Etain, wo es ihm sehr gut gefiel.

Vom Sonntage HuasiraoäoAsickti bis 4. Advent ver-trat ich Herrn Linne in den Nachmittags-Gottesdiensten inder Kapelle, da derselbe durch die schwere Krankheit seinerFrau daran verhindert war. Mir war es eine liebe Arbeitund zugleich eine gute Uebung in der Katechese. Ich nahmdie Episteln der Sonntage mit den Kindern durch und habeauch für mich viel Segen davon gehabt.

Am 6. October trat ich dem Göttingen-GrubenhagenerZweigvereine des evangelischen Lehrerbundcs bei, dessenAufgabe es ist, der Entkirchlichung und Entchristlichungunseres deutschen Volkes entgegen zu treten. Pastor Müllerin Moringen und Lehrer Fleisch daselbst gaben die ersteAnregung zur Bildung des hiesigen Zweigvereins, zu dem