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2 (1893) Vom Jahre 1867-1878
Entstehung
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Auch er ist glücklich davon gekommen, obgleich er denTyphus bekam. Aber als er zurückgekehrt war, legte sichder 12jährige Max an derselben Krankheit und nach siebenTagen war er eine Leiche. Das war am 14. Juli 1871.Er war ein fleißiger und guter Schüler, an dem seinLehrer Freude hatte.Und das neue Jahr 1872", schreibtSchwager Heinrich,fing schlecht bei uns an." Da lagseine Frau und seine älteste Tochter Hedwig an den Blatterndarnieder, die in Berlin und auch anderwärts epidemischauftraten und viele Menschen hinwegrafften. Der jüngsteSohn Emil, 9 Jahre alt, kommt diesen Sommer ans derSchnle, und als er vor einem Neubau vorüber kommt,schlägt ein Zaun um und verletzt ihn den Hirnschädcl, sodaß er operirt werden mußte, aber doch wieder herge-stellt ist. '

Am 1. October d. I. zogen sie aus ihrer Wohnungin der Bcllealliancestraße nach einer andern in der Neuembnrgerstraße. Am demselben Tage legte sich ihre TochterLouise am Nervenficbcr. Sie ist 16 Jahr alt. Als wirden Brief bekamen, war sie schon wieder besser, aber sehrschwach. Aber nun in dem theuern Berlin und bei dergeringcn Pension von 16 Thaler monatlich, welche SchwagerHeinrich seit seiner Pensionirung, die er in Folge seinerabgenommenen Zehe hat eingehen müssen, und bei Auf-bringung einer Miethe von jährlich 225 Thaler und dochdafür nur zwei kleine Stuben und Küche, und bei de»immer mehr steigenden Preisen der Lebensbedürfnisse, istes wohl ein schweres Dasein für sie und eine harte Last.Ein Glück ist es aber, daß die beiden ältesten Söhne Ottound Paul, welche an der Potsdamer Bahn angestellt sind,ihnen in dieser Zeit etwas helfen können. Otto ist Kassirerund bekommt monatlich 76 Thalcr Gehalt, Panl ist Stations-Assistent.

Nach so vielen Unglückstagcn aber auch mal einFreudcntag. Am 27. October war der Hochzeitstag ihrerTochter Hedwig, die sich an diesem Tage mit dem Buch-halter Fritz Lange in Berlin vcrheirathetc. Das Brautpaar

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