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2 (1893) Vom Jahre 1867-1878
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eingeladen, da wir noch einige Bekannte aus Nörten be-suchen wollten. Wir hatten nachher noch Zeit, uns etwasin der Stadt umzusehen und kamen doch noch frühzeitigzum Bahnhofe, weil ich mit dem Abcndznge wieder zurück-reisen wollte. Minchen schien ja zufrieden zu sein, und siewird sich ja hoffentlich so halten, daß wir zufrieden seinkönnen.

Der 28. September war für unfern NachbarortMarienstein ein denkwürdiger Tag. Die Glocken, welcheNachmittags 3 Nhr das Michaelis- und Erntedankfest ein-, läuteten, waren noch nicht lange verklungen, da brach ineinenr Stalle des Klostergnts Feuer ans, welches bei stür-mischem Winde so schnell um sich griff, daß binnen kurzerZeit 11 Wohnhäuser ein Nanb der Flammen wurden und17 Familien obdachlos dastanden, von denen die meistenfast gar nichts von ihrer Habe gerettet hatten. Auch dasSchulhaus war mit abgebrannt, doch waren dem altenLehrer Eberwien seine Sachen meistens gerettet. Abendsfing es an zu regnen, wodurch die furchtbare Gluth desFeuers sich etwas legte. Die armen Abgebrannten mußtenso viel als möglich ein Unterkommen suchen in den nächstenOrtschaften. Wir nahmen auch drei Kinder über Nachtins Haus. Wenn nun bloß der Winter nicht vor derThür wäre, denn es mag wohl doch über ein Jahr hin-gehen, che die armen Leute ihre Wohnungen wieder beziehenkönnen. Wahrscheinlich wird die Klostcrkammcr das ihrigeauch beitragen, daß den armen Abgebrannten ihre Nothgelindert wird, und mitleidige Herzen in der Umgegendauch.

Am 29. September kom Rudolf, um die Michaelis-fcrien bei uns zu verleben. Er brachte auch diesmal eingutes Zeugniß, so daß wohl zu hoffen steht, daß er Osternmit versetzt wird. Da er diesmal nicht so viel Aufgabenzu bearbeiten hatte, so sprang er tüchtig im Freien umher,und wer wollte, daß er nach fortwährendem Stubensitzen nichtauch mal auf einige Tage die frische Landluft genösse?Das ist solchen: Jungen wohl zu gönnen, wenn er nur sonst