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tüchtigen Spaziergang über den Ucmmelberg und durchdas Leinholz, und kamen kurz vor dem Umzüge, welcherAbends 6 Uhr stattfinden sollte, nach Hause, wo wir den-selben mit ansahen. Sie hatten sich aber schließlich beiden Köpfen gekriegt, so daß der Gensdarm sogar blankziehen mußte, und die Feier somit ein kläglich Ende nahm,anläßlich der Stänkcreien, welche einige mitbethciligteKatholiken anfingen. Da thut man freilich am klügsten,wenn man sich an solchen Geschichten gar nicht betheiligt,was schließlich viele andere hier auch einsehen lernen.
In der Anfangswoche des September war die Zu-sammenkunft der drei Kaiser von Deutschland, Rußlandund Oesterreich in Berlin, ein Ercigniß, welches für dieFriedensstimmnng von Europa von Bedeutung ist. Wirhatten in dieser Woche einen Mann des Friedens, einenBibelboten der brittischen und ausländischen Bibelgesellschaft,Lürßen aus Bremen, zu Gaste. Wie mancherlei Erfahrungenmacht solch ein Mann ans seinen Wanderungen, und wieinteressant ist's, ihm zuzuhören, wenn er Erlebnisse vonseiner Arbeit mittheilt. Wie wichtig ist diese Arbeit imReiche Gottes und wie gering wird sie oft geachtet, selbstvon Leuten, die im Dienste dieses Reiches stehen. Wiemühsam und mit viel Entbehrungen verknüpft ist dieserBerns und doch, welcher Segen kann oft durch eine einzigeBibel für Zeit und Ewigkeit gestiftet werden. Sie sindmir immer liebe Gäste gewesen, diese Bibclboten.
Am 27. September brachte ich unser Minchen nachHannover in die Hof-Modchandlung der Frau Hogreve,wo sie das Putzmachen lernen soll. Frau Gräfin vonHardenberg hatte sich besonders für Minchen um dieseStelle bemüht, und wenn Minchcn ihre Zeit ordentlichbenutzt/ so kann sie da gewiß so viel lernen, daß sie später. ihr Fortkommen findet, was wir um so mehr wünschen,da es uns schwer wird, sie noch zwei Jahre in Kleidungund Wäsche zu erhalten und noch IVO Thaler Kostgeldaufzubringen. Wir wurden nach glücklich vollbrachter Fahrtvon Frau Hogreve freundlich aufgenommen und zu Mittag