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2 (1893) Vom Jahre 1867-1878
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aber sein Leben war verbargen mit Christo in Gott, unddarum wird ihn auch Christus, sein Lebe», erwecken zumewigen Leben am Tage der Auferstehung. Unser JnspcctvrDr. Hardeland in Neinstedt machte uns schon in seinemCircularschreibcn darauf aufmerksam, wie der nun Ent-schlafeue bei seinem letzten Verweilen in Neinstedt ihm dasVorstcheramt übergeben und auch seine eigenen Haus-angelegenheiten seinem Bruder übergeben habe. Er zogvon Neinstedt als ein körperlich recht schwacher Mensch,aber sein Geist war doch lebendig, denn noch im Julischrieb er in Bad Lippspringe eine scharfe Charakteristiküber den jetzigen Präsidenten von Frankreich, Thiers, wieer kaum ans der Feder eines körperlich starken Manneshervorgeht. Nun hat er ausgekämpft und ist im Friedenheimgegangen zu dem, nach dem er sich gesehnt, den er ge-liebt und dem er gelebt hat. In dem Brüder- undRettnngshause aber hat er sich ein Denkmal gestiftet, dasseinen Namen auch ans die Nachwelt bringen wird.

Der 2. September, als der Jahrestag der merkwürdigenSchlacht bei Sedan, die so wichtige Folgen für die GeschickeDeutschlands hatte, wurde in vielen Städten und Dörferngefeiert. Hier in Nörten sollten die Krieger aus derGrafschaft Hardenberg, welche den Fcldzug mitgemachthatten, von dem Ueberschuß der in den Kriegsjahren ge-machten Sammlungen eine Mahlzeit in Kellners Gasthofeerhalten, und wollte man mit ihnen einen Umzug mit Musikdurch Nörten halten, wobei sich die hiesigen Gesangvereinebetheiligcn sollten. Der katholische Verein schloß sich aberans, wie denn überhaupt die Haltung der Katholikengrößtenthcils dem deutschen Reiche mehr abhold als zugc-than ist, besonders seit Bismarck das Wespennest derJesuiten zerstört und sie aus dem Reiche vertrieben hat.Es scheint beinahe, als wenn der Riß zwischen Protestantenund Katholiken in unser» Tagen noch größer denn je werdenwollte. Hier in Nörten tritt dies vielfach zu Tage, be-sonders auch in solch öffentlichen Kundgebungen derpolitischen Gesinnung. Wir machten Nachmittags einen