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der kleinen Leichenhalle der refvrmirtcn Gemeinde zuLnzcr», hoch über dem glänzenden See, nnter demstrahlenden Himmel an der schönen friedlichen Leiche,und konnten den HErrn preisen, daß Er ein seliges Endehescheert hatte. Am 20. haben wir ihn zu Neinstedt imGarten an der Stelle in die Erde gesenkt, die seit nunbald 15 Jahren seiner wartete, zn Füßen des Kreuzes,das schon jetzt über dem Grabe seiner geliebten Marieuns die herrliche Verheißung verkündigte: „Wie wir ge-tragen haben das Bild des Irdischen, also werden wirauch tragen das Bild des Himmlischen."
Was die Volksblattlcscr an ihm verloren haben, weißich als sein Nachfolger in dessen Herausgabe am bestenzu schätzen. Er hatte es in den 22 Jahren seiner Redactionzn dem gemacht, was es ist. Den Klang seines Schwertesund seiner Leier werden wir nicht mehr hören, wenigstensnur in einzelnen verhallenden Tönen. Doch, will's Gott,soll sein Name hier nicht zum letzten Male genannt sein!
Martin von Nathnsius."
So lautete im Volksblatt für Stadt und Land dieTodesanzeige von dem Heimgegangenen, in weiten Kreisenbekannten Gründer des Lindcnhofs in Neinstedt, der Brüder-und Nettnngsanstalt, die er im Jahre 1850 mit seinerFrau, der viel verehrten und geliebten, auch als Volks-schriftstcllerin weithin bekannten und genannten MarieNathnsius geb. Scheele, stiftete. Sein Volksblatt war dieAnregung dazu, daß auch ich im Jahre 1851 in die Brüder-anstalt des Lindenhofes eintrat, wo ich ihn zu Pfingstenzuerst bei einem Besuche des Lindeshofes sah und kennenlernte. Er war ein einfacher, stiller, bescheidener Mann,tiefgelehrt und innig gläubig, ein Streiter mit dem Schwertdes Geistes in den Zeitwirren und ein lieblicher Dichter,thätig im Werke unserer innern Mission und einer derFührer der konservativen Partei, deren Panier er auch imVolksblatte hoch hob. Er hat in der Stille viel gewirkt,darum wird seines Namens Gedächtniß auch im Segenbleiben bei Allen, die ihn näher kannten. Er ist gestorben,