Schwägerin die Nachricht von dem am 3.'Juli erfolgtenTode ntciner einzigen Schwester Angnste. Sie hatte, seitsie die Blattern gehabt, immer etwas gekränkelt, und alswir sie im Frühjahr besuchten, war sie noch recht schwach.Wir glaubten aber, daß sie sich doch wieder erholen werde,' da machte nach kurzem Krankenlager der Tod ihrem Lebenein Ende. Sie ist 40 Jahr 1 Monat und 7 Tage altgeworden. Da sie sich am 22. September 1853 mit meinemSchwager Werner vcrheirathete, so hat sie 18 Jahr 9Monate und 11 Tage im Ehestande gelebt und 9 Kindergeboren, von denen fünf sie überlebten: drei, Carl, Luiseund Friedrich, bereits confirmirt, zwei, Bertha und Eduard,noch die Schule besuchend. Wir reisten noch am selbigenTage mit dem letzten Zuge von hier ab, um bei ihremBegräbnisse gegenwärtig zu sein. Sie wurde am 6. Julibeerdigt und liegt auf dem neuen Begräbinßplatze derMarktgemcinde. Die Leichenrede hielt der SuperintendentWagner an der St. Nicolaikirche. Möge sie der barm-herzige Gott in Gnaden angenommen haben; möge sie inFrieden entschlafen sein und nach der Last des Lebensruhen bis zum Tage der Auferstehung. Still wie ihrLeben, war auch ihr Ende, und still »vollen »vir ihr An-denkeil im Herzen bewahren.
Am 28. Juli reiste Rudolf wieder ab, nachdem erseine Ferien hier zum ersten Male verlebt hatte. Er schriebnachher, daß ihm die vier Wochen schnell vergangen wären,und das kam wohl daher, daß er alle Tage unsere Schulemit besuchte und auch ein gut Th'eil Ferienarbeiten zumachen hatte. Dadurch blieb er in der Uebnng. Er scheintja Mit Gottes Hülfe gute Fortschritte zu machen, uüd so»volle ihn: der HErr »veiter helfen und ihn bewahren. —„Am 16. August, Abends (U/z Uhr, starb zu Luzernin der Schweiz mein Vater Philipp Engelhard vonNathusius, umgeben von zweien seiner Töchter und einerSchwester. Er erlag seinem langjährigen Brnstlcidenauf der Reise nach Engelberg nach zehntägiger Krank-heit. Am Sonnabend, den 1?., standen seine Kinder in