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2 (1893) Vom Jahre 1867-1878
Entstehung
Seite
237
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doch immer mehr zusammen, und immer noch kam dieersehnte Verstärkung nicht herbei, so sehnsüchtig auch dieBlicke nach allen Seiten ausschauten, und mancherBrave mußte noch sein Leben lassen. Darauf deutet auchdas Denkmal hin. Das Grab der Tapfern deckt ein Granit-block, worauf ein Kreuz und Lorbeerkranz liegen, umgebenvon einem eisernen Gitter, ans dessen vier Ecken Adler ihreBlicke nach allen vier Seiten richten. Von hier, Merxlebenrechts liegen lassend, gingen wir nach den Fabrikgebäudenzwischen Langensalza und Merxleben, wo mehrere großeGräber und noch einige Denkmäler standen, und von dortnachdem Böhm", einem lieblichen Hölzchen, wo früherein von Karl d Gr. gestiftetes Kloster stand, auf dessenUebcrrcstcn jetzt ein Gasthaus erbaut ist. Hier erfrischtenwir uns und ich bestieg die Anhöhe, um die noch in einigenUeberresten bestehende alte Klostermauer zu besichtigen, vonwo aus man eine Fernsicht und das in der Nähe liegendeStädtchen Thamsbrück erblickt. Dann mahnte uns derAbend zur Rückkehr.

Donnerstag, den 19., wollten wir wieder abreisen,verpaßten aber den Zug und hatten dadurch Gelegen-heit die Familie des Kaufmanns Fischer, eines thätigenMissionsfreundes, kennen zn lernen. Frau Fischer undihre Zwillingsschwester, die Lchrcrswittwe Hosch, warendie Töchter des Tischlermeisters Müller in Nordhansen,früher in der Nenstraße wohnend, also alte Bekannte.Sie nahmen uns sehr freundlich auf und wir konnteneinige Stunden bei ihnen verweilen, und in denErinnerungen längst vergangener segensreicher Zeiten inNordhansen uns daran erquicken, daß der HErr uns seliggeführt.

Am folgenden Tage mit dem Frühznge nahmen wirAbschied von den lieben Klaproths und dahin brauste derZug. Bald hatte er Mühlhauscn erreicht. Da lag sie voruns, die ehemalige alte freie Reichsstadt, die ich in meinenJünglingsjahren einmal besucht und besehen hatte. Nochhat sie ihr altes Wahrzeichen: