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2 (1893) Vom Jahre 1867-1878
Entstehung
Seite
236
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Knaben waren, liegt etwas außerhalb der Stadt und warehemals ein Vergnngnngslocal, weshalb auch ein schönergroßer Garten dabei ist. Nachmittags war die Taufe inder schönen Stephanikirche, deren schenswerthen Kirchhofwir noch gegen Abend besuchten. Es befinden sich daraufdie Gräber vieler in der Schlacht bei Langensalza am 27.Juni 1866 gefallenen preußischen und hannoverschen Offiziereund Soldaten, deren Namen viele Denkmäler der Mit- undNachwelt aufbewahren. Mitten auf dem Kirchhofe aberhat Hannover den gefallenen Kämpfern ein imposant-großartiges Denkmal errichtet mit den Namen sämmtlichcrin der Schlacht gebliebenen hannoverschen Soldaten.

Am andern Tage gingen wir nach dem Schlachtfelde,wo uns Bruder Klaproth und der Waisenvatcr Ziegler be-gleiteten. Wir waren aber vorher im städtischen WaisenHause gewesen, wo wir uns über die schöne Einrichtung,Reinlichkeit und Ordnung recht freuten, während uns derWaiscnhausvater einen ziemlich jämmerlichen Bericht überden frühern Zustand des Hauses bei seinem Antritt voreinigen Jahren entwarf, der dem ziemlich ähnlich war, wiewir unser Haus angetroffen hatten. Die Waiscneltern be-wirtheten uns mit Kaffe und dann gingen »vir hinaus aufsLangensalzaer Schlachtfeld. Auf einer Anhöhe, von woans man die ganze Gegend übel sehen kann, befindet sichein hoher Obelisk von Marmor. Dahin gingen wir.Waisenvater Zicgler machte uns mit der Gegend bekannt,zeigte uns auch die Stellungen der preußischen und hannover-schen Truppen, und so kamen wir nach dem Schwefelbade,von wo aus sich das Gefecht bis nach dem naheliegendenDorfe Merxleben verbreitet hatte. In mehreren Pappelnund an Gebäuden im Schwefelbade waren noch die Spurender Kanonenkugeln zu sehen und mit27. Juni 1866"bezeichnet. Nicht weit vom Bade im Felde stehen mehrereDenkmäler, darunter auch eins, zu dessen Errichtung dieKronprinzessin Victoria die Zeichnung geliefert hat. Hierwar der Kampf für die Preußen am heißesten, und daskleine Häuflein, wenn auch tapfer Stand haltend, schmolz