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2 (1893) Vom Jahre 1867-1878
Entstehung
Seite
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Ich trctc nun durch seine GüteEin neues Jahr mit Freuden an.Ach, daß mein Mund und mein GemüthcIhn nicht nach Würden preisen kann!Gott thut ja mehr, als ich begehrt,Ich bin nicht des Geringsten Werth.

1872.

All', was mein Thun und Anfang ist,

Geschieht im Namen Jesu Christ,

Der segne mich so früh als spat,

Bis all' mein Thun ein Ende hat. Amen.

Konnton wir die folgenschweren Jahre 1870 und 1871mit brünstigem Dank gegen Gott beschließen, so durftenwir auch das neue Jahr 1872 im Aufblick zu ihm an-fangen, und uns seiner treuen Führung und Bewahrunggetrost weiter ergeben. Mußten wir auch wegen dergeringen Kartoffelernte und der dadurch entstehenden Theue-rnng anderer Lebensmittel uns etwas vconomischer ein-richten, so brauchten wir doch keinen Mangel zu leiden.Auch verschonte uns Gott der Herr gnädig bei der inNörten ausgebrochenen Blatlernkrankheit, die einige Todes-fälle mit sich brachte, im Ganzen aber doch günstig verlief.Wir hatten uns alle wieder impfen lassen. Anderwärtshatte die Seuche viel Opfer gefordert, auch in Güttingen.

Das waren die Nachwehen des Krieges, aber sie warendoch für uns noch gelinde gegen jene schwer heimgesuchtenGegenden. Der Winter trat nach Neujahr ziemlich gelindeans, wenig Schnee aber viel Regen. Anfangs März aberhatten wir eine in unfern Gegenden selten vorkommendeNaturerscheinung, ein Erdbeben, welches bis Einbeck gespürtwurde. Da nun in diesem Frühjahre der Vesuv wiederfurchtbar rumorte, so mag diese Erschütterung wohl mitdem unterirdischen Feuer desselben im Zusammenhangestehen. Der Vesuv hatte nicht nur eine gewaltige Lava-masse ausgeströmt und dadurch große Verwüstungen ange-

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