richtet, sondern auch durch den Auswurf von Asche sogewaltige Ascheregen verursacht, daß man sie bis nachNeapel beobachten tonnte.
Am Palmsonntage, den 24. März, hatten wir dieFreude, mit noch drei Waisenkindern auch unsere Emilieconfirmiren zu sehen. Sic war zwar noch ein halbes Jahrzu jung, aber schon groß und stark, und hatte nicht nur inder durch Herrn Pastor Dammers hier in Nörten, weil derGeneral-Superintendent Gehrcke in Hohnstedt im Herbste1871 gestorben war, abgehaltenen Vorprüfung, sondernauch in der Hauptprüfung in Northeim am 4. März, gutbestanden. Herr Pastor Dammers nahm die Prüfungziemlich streng, weil das Consistorium die Vorprüfung dernoch zu jungen Kinder überhaupt aufheben und dafür gleicheine solche zu Michaelis, beim Anfang des Pfarrunterrichtseinführen will. Sonnabend vor ?almarrrin kam auchMinchen von Nordhausen, wo sie ihre Lehrzeit beendethatte. Da konnten wir nun alle, denn auch Rudolf wolltesich's nicht nehmen lassen, nach Großenrode gehen und derConfirmation beiwohnen. Herr Pastor Duft, der die Kindernochmals über das zweite Hauptstück katechisirtc, legte danngar eindringlich in seiner Predigt seinen Confirmanden denSpruch: 1 Corinther 13, 13 ans Herz. So gebe dennder barmherzige Gott, daß auch dieses Kind im Glaubenbleibe bis an sein seliges Ende, und seinen Heiland liebe,bis es ewiglich in seiner Liebe bleibt. Amen.
Am 4. April reiste ich mit meiner Frau und nnsermRudolf nach Nordhausen. Rudolf sollte das dortige Gym-nasium besuchen. Mein Bruder war so bereitwillig, ihnzu sich zu nehmen, und unser Herr Graf war so gütig,ihm ein jährliches Kostgeld von 52 Thaler zu bewilligen,welches ihm bis zu seiner Confirmation aus der Kasse desWaisenhauses ausgezahlt werden sollte. Rudolf war jaauch voller Freude, als es nun bestimmt war, - daß erdorthin sollte, und am Abend vor der Abreise packte erselbst seine Sachen in die kleine Kiste. Gleich am Tageunserer Ankunft ging unsere Schwägerin nach dem Herrn