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2 (1893) Vom Jahre 1867-1878
Entstehung
Seite
223
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Das war Gattes große Gnade, die über uns waltete undden Feind von unserm Lande fern hielt. Bei der Ein-nahme von Metz hielt der Nörtener Gesangverein einenFackelzug, und bei der Einnahme von Paris wurde illuminirtund war ebenfalls großer Fackelzug.

Am 10. November, dem Geburtstage Or. MartinLuthers, reisten wir mit Emilie und Rudolf nach Nord-hansen, um bei meinem Bruder August das Martinsfestzu feiern. Wir kamen Mittags dort au, fanden alle ge-sund, wohnten Nachmittags dem Aufzuge der Gcwerke bei,die sich am Markte mit Fahnen versammelt hatten und dasLutherlied: Eine feste Burg u. s. w. mit Musikbegleitungsangen, hörten das festliche Geläut aller Glocken von 5 bis6 Ühr Abends, und verzehrten dann mit unfern Ver-wandten die Martiusgans, wie es seit alter Zeit in Nord-hansen Gebrauch und Sitte ist.

Bei unserer Rückkehr machte sich schon der Winterbemcrklich, denn die Vorberge des Harzes waren mit einerleichten Schneedecke bedeckt. Die Külte dauerte dann auchmit wenig Unterbrechung fort und kam sogar bis auf 22Grad Rsaumur, so daß sich selbst alte Leute eines solchenkalten und schneereichen Winters nicht erinnerten. Selbstin Frankreich war die Kalte sehr empfindlich, wie ver-schiedene Berichte von dort bezeugten. Das Schlimmstewar aber dabei, daß in Folge des Krieges der Bahuver-kehr beschränkt und z. B. auch der Kohlcntransport fastganz aushörte, wodurch ein Mangel an Brennmaterial ent-stand, der bei der steigenden Kälte so wuchs, daß z. B. inGüttingen die Leute sich bei den einzelnen ankommendenKvhlenladnngen fast schlugen. Auch wir kamen in großeVerlegenheit und mußten, da unser Kohlcnvorrath schonum Neujahr zu Ende ging, unfern ganzen trockenen Holz-vorrath aufbrennen. Sehr empfindlich soll die Kälte aberden in Deutschland gefangenen Turkos und Znaven gewesensein, die unser nordisches Klima gar nicht gewohnt waren.Sie fragten schon im Herbste, ob der Winter noch nicht zuEnde sei. Nun, der Winter mit seiner Kälte und Roth