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vergangenen Herbstes zerstörte Laube wieder, und in allendiesen Beschäftigungen ging die schöne Frühlingszeit balddahin, mit wenig Abwechslungen in dem gewöhnlichen Gangeunseres Hauslebens.
Im Sommer brachen im Flecken die Masern unterden Kindern aus und starben auch daran einige. Anchvon nnsern Kindern bekamen sie fünf, darunter war anchunser Rudolf; jedoch bewahrte sie Gottes Hand, so daß siealle ohne nachtheilige Folge davon kamen.
Im Herbst nahmen wir die so nöthigcn Reparaturenim Innern des Hauses vor. Zuerst wurde der so langerwünschte Fußboden von Dielen in unserer Wohnstubegelegt, dann ein neuer Kachelofen mit dicht zn verschließenden Ofcnthüren gesetzt, die Wohnstube tapezirt unddas Haus geweist. Das inachte allerdings viel Unruhe imHause, und die gewöhnliche Ordnung wurde dadurch aufeine Zeit laug unterbrochen, aber wir freuten uns doch,als Alles fertig war. Es war eine ordentliche Lust mitanzusehen, wie eifrig die Kinder waren, den alten kaltenGipsfußboden hinauszuschaffen.
In dieser Zeit hatten wir in hiesiger Gegend einDivisionsmanöver. Dies militärische Schauspiel machteunfern Kindern viel Vergnügen und sie konnten sich alleTage die Soldaten ansehen. Au einem der letzten Manövcr-tage sollte ein Treffen zwischen Nörten und Hardegsenstattfinden. Wir zogen deshalb nach dem Jmmelberge,wurden aber doch getäuscht, da sich die Operationen sehrschnell aus hiesiger Feldmark nach Hardegsen zn zogen,und nur nur ans der Ferne Cavallerie und Artillerie be-merken konnten.
Dann kamen unsere Geburtstage am 9. und 21.October und der unseres Herrn Grafen am 13. November,an welchem Tage uns die Frau Gräfin sammt allenKindern zum Kasse im Schlosse einlud und uns festlichtraktirte. Die Kinder ließen's sich vortrefflich schmeckenund spielten nachher mit den kleinen Grafen Soldatenspicl.Der Herr Graf aber war abwesend zur Jagd in Ostfriesland.