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2 (1893) Vom Jahre 1867-1878
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bei weitem größere Uebcl, Wae die Reinigung der Kindervon Schmutz und Ungeziefer. Es ist gar nicht zu sagen,was wir erst damit zu thnn hatten, besonders mit denMädchen. Tag für Tag wurden sie gekämmt, und immerschien die Art nicht auszurotten zu sein. Dazu kam nunnoch der Ausschlag, so daß es eine fast unendliche Arbeitwurde. Wie konnte es aber auch anders kommen, dieMutter hatte sich von den Kindern kämmen lassen und derVater war selten zu Hause gewesen und hatte am wenigstenden Kamm in die Hände genommen. Er war, wie er mirselbst sagte, ein Lebemann, der also schwerlich im HauseBefriedigung für seine Neigungen, Trinken, Karten- undKegclspiel, fand, sondern dieselben außerhalb suchte undauch in Nörten fand. Die guten Leute hatten überhauptmehr ihr eigenes Interesse, als das des Hauses wahr-genommen, daher auch alle möglichen Vvrthcile für sichverwendet, die in ihren Nutzen fielen. Daher war auchin der Ausgabe ein Deficit entstanden, was bei den festenFonds der Anstalt eigentlich gar nicht entstehen durfte, daja manche wohlfeile Jahre einen Neberschuß hätten ergebenmüssen, welcher für nothwcndige Reparaturen und defecteWirthschafts- und Hausgeräthe hinreichte, und in thcucrnJahre» die Ausgaben gedeckt hätte. Nun kam noch hinzu, daßeincneueFe»eruugs-Aulagenöthigwnrde,derenHauptausgabezwar aus dem Medicinalfonds gedeckt wurde, dennoch aberdas Deficit mit vergrößerte. Wunderlich war's gespartsollte überall werden, und überall fehlte doch das Nöthigste!Wir beschränkten uns zunächst auf das Allernöthigste undsuchten nnn das Ganze in Gang zu bringen insofern, daßwir es mit der uns übergcbcnen Instruction in Einklangzu bringen versuchten. Es wurde also von uns auch dietägliche Familicnandacht eingeführt, die bis dahin nichtgehalten worden war. Sodann führten wir den gemein-schaftlichen Familicntisch ein, da bisher die Waisencltcrnund die Waisenkinder jeder für sich gegessen hatten. Früherwaren die Kinder auch allein zu Bette gegangen, jetzt brachteich die Knaben, Mutter die Mädchen und die Magd unsere