uns für dieselbe einen Doppcl-Fricdrichsdor. Er hatte sichbesonders in letzterer Zeit für unsere Verhältnisse sehrinteressiert, weil er vorauszusehen glaubte, daß dasNettungshaus in gegenwärtigen Verhältnissen durchauskeinen Bestand haben würde, und es freute ihn, daß wirfürs Künftige eine sichere Stellung hatten. Wir besuchtenauch Pastor Gräfes noch einmal, die ja an allen unfernSachen immer besonders warmen Antheil genommcu hatten,und von denen uns der Abschied eben nicht leicht wurde.Pastor Besser machte seine Sache schriftlich ab. So warenwir also zuletzt noch mit meinem alten treuen FreundeSchulz ans Kehrberg und dessen Frau zusammen, bis auchder von uns schied und wir nun die letzte Nacht in diesemHanse unserer Arbeit verbrachten, denn Mvrgens 4 Uhrwollten wir abreisen. Unsere nvthigsten Betten hatten wirbei uns behalten, die legten wir auf die Stnbendiele undschliefen einige Stunden. Um 3 Uhr war Alles wach; wirtranken Kaffee und ich hielt die letzte Andacht, worin ichauch das Haus der ferneren Gnade Gottes befahl. Daraufnahmen wir von den Kindern, dem Dienstmädchen, welchesauch mit uns das Hans verließ, und von meinem Nach-folger Münchow Abschied, während dessen unser NachbarKluth mit seinem Reisewagcn draußen hielt. Wir saßenim verdeckten Rciscwagen und noch ein Lebewohl — unddas Hans unserer Leiden und Freuden, unserer Arbeit undSorge lag hinter uns, und mit ihm ein ziemlicher Abschnittunseres Lebens. Was einen da alles bewegt hat, läßt sicheben nicht so in Worte fassen, und solch eine Abreise istoft mehr ein Abreißen, und es dauert oft erst eine langeZeit, ehe das Herz sich stillt und in dein Scheiden undMeiden Gottes Rath findet.
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